10.11.2017 - 20:00 Uhr
BrandOberpfalz

Pfarrer Triebenbacher spricht bei der Brander KAB Liebeserklärung an das Leben

Angekündigt war der Abend unter dem Titel "Ich liebe das Leben - Lieder und Gedanken über Gott und die Welt". Es war der Verdienst von Pfarrer Josef Triebenbacher aus Marktredwitz, dass dieser Abend zu einer Wohltat für Herz und Seele wurde. In Liedern, Gebeten und Gedichten, stellte er ein besonderes Geschenk vor, das jeder von uns gratis erhalten hat: das Leben. Eingeladen zum Mitsingen waren auch immer wieder die Besucher, die in einem Kreis sitzend in das Geschehen einbezogen waren.

Ein besonderes Erlebnis war der Vortrag von Pfarrer Josef Triebenbacher bei der KAB Brand. Bild: rgb
von Regina BauerProfil

In der Mitte des Kreises befand sich ein Tuch, auf dem Kerzen und ein verhüllter Gegenstand angeordnet waren: eine Christus-Ikone, wie sich herausstellte. "Gott ist für die Menschen da", wurde dazu erläutert, "er hat sich durch die Menschwerdung den Menschen gleichgestellt, so wurde die Liebe Gottes sichtbar gemacht." Lied und Text waren Lob und Preis, "eine Liebeserklärung an das Leben", wie der Referent formulierte. Es sei nicht immer leicht, das Leben zu lieben, es gebe nicht nur Sonnen- sondern auch Regentage. Beispielhaft dafür sei die Geschichte aus der Bibel um den Propheten Elia: Ihm begegnet ein Engel in der Wüste, der seine trüben Gedanken vertreibt und ihn wieder Freude am Leben haben lässt.

"Was stellt man sich unter einem Engel vor, was sind sie für Geschöpfe?" Das äußere sich vielfältig, die Form sei je nach Situation anders. In einem Gedicht von Rudolf Otto Wiemer würden diese unterschiedlichen Engelsgestalten beschrieben: "Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand, oder wohnt neben dir, Wand an Wand, der Engel, es müssen nicht Männer mit Flügeln sein." In direktem Zusammenhang stünden dabei die beiden Worte "Leben" und "Liebe", sie beginnen nicht nur mit dem selben Buchstaben. Das Gleichnis vom guten Hirten, der neunundneunzig Schafe verlässt, um ein einziges verirrtes Schaf zu suchen, und, nachdem er es gefunden hat ein großes Freudenfest feiert, symbolisiere eine ganz besonders positive Einstellung zum Leben.

Beklagenswerterweise würden Kinder heute oftmals nicht mehr zu Gott hingeführt, der Glaube finde in den Familien keinen Platz, Kinder würden auf diese Weise um Gott betrogen. Erstkommunionkinder würden beispielsweise das Kreuzzeichen nicht mehr kennen und können. "Gott lebt in unseren Herzen durch den Heiligen Geist." Doch alles sei vergänglich, so auch unser Leben. "Gerade im November erleben wir das Absterben in besondere Weise, man wird mit dem Tod auf vielfältige Art konfrontiert."

Zum Abschluss hatte Pfr. Triebenbacher ein etwas anderes Lied ausgewählt, das die Zuhörer zum Schmunzeln brachte. Ein Abendgebet und Gute-Nacht-Gedanken, die die Erlebnisse des Tages - sowohl positive wie auch negative - Revue passieren ließen, folgten, sowie die Feststellung: "Wir legen den vergangenen Tag in Gottes Hände zurück."

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