Verhandlungen um Brander Sportgelände
Beim SSV brennt nichts an

"Es geht darum, den Grund zu kaufen." Zitat: Ludwig König
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Brand
03.12.2016
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Was passiert mit dem Gelände des SSV Brand? Seit mehr als fünf Jahren droht das Auslaufen der Pacht und damit das Aus für Sportanlage und Sportheim. So weit soll es nicht kommen, sagen alle drei beteiligten Parteien.

Nein, das SSV-Sportheim wird 2017 nicht abgerissen. Darüber sind sich Volker Netzel, Norbert Wagner und Ludwig König einig. Auch sonst erklären der Vorsitzende des Spiel- und Sportvereins, der Vorstand der Forst Ebnath AG und Brands Bürgermeister Ähnliches: Die Verhandlungen um das Gelände des Sportvereins seien in einer entscheidenden Phase, deshalb wollte man sich nicht genauer dazu äußern.

Verständlich, denn Gespräche laufen schon seit mehr als fünf Jahren. Damals hatte die Forst Ebnath AG dem Verein eröffnet, den 1987 geschlossenen Pachtvertrag für das 18 000-Quadratmeter-Areal nicht verlängern zu wollen. Auf dem Grund hat der Verein nicht nur Tennis- und Fußballplätze angelegt, auch das Sportheim des Vereins steht dort. Im Kündigungsschreiben hatte die AG dem Verein eröffnet, "entweder nach dem Rückbau durch den Verein das Gelände selbst nutzen oder veräußern, widrigenfalls durch ein neues Vertragswerk an einen Dritten - eventuell die Gemeinde oder bei entsprechenden Sicherheitsleistungen an den Sportverein - verpachten" zu wollen.

Seither laufen die Gespräche mit Gemeinde und Verein. Zu deren Verlauf wollte sich Norbert Wagner nicht detailliert äußeren. Grundsätzlich sei er ein "Freund des SSV Brand", er strebe eine für den Verein positive Lösung an, die dem SSV am Ende sogar noch mehr Liquidität verschaffe. Dabei würde "die Gemeinde eine wichtige Rolle spielen", so wie dies in vielen anderen bayerischen Gemeinde der Fall ist. Grundsätzlich bestehe inzwischen Einigkeit. "Jetzt geht es darum, die vielen Details einer solchen Vereinbarung zu klären", erklärt Wagner. Unter anderem sei die Münchener Rück eingebunden, die 100 Prozent an der Forst Ebnath AG hält. Wagner ist aber zuversichtlich, dass bis Pfingsten alles geklärt ist.

Auf diese Einigung setzt auch SSV-Vorsitzender Volker Netzl. Er berichtet von guten Gesprächen und der Hoffnung auf einen nahen Durchbruch. Mehr wolle er nicht sagen, um die Gespräche nicht zu gefährden. Darin ist er sich mit Brands Bürgermeister Ludwig König einig. Auch der möchte keinen Staub aufwirbeln, sagt aber was am Ende für Gemeinde und Verein stehen muss: "Es geht darum, den Grund zu kaufen." Eine Pachtverlängerung würde das Problem wieder nur in die Zukunft verlagern.

Es geht darum, den Grund zu kaufen.Ludwig König
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