19.11.2017 - 15:42 Uhr
Oberpfalz

Marktgemeinderat Bruck B 85 bei Mappach: Unterführung geplant

Bei Mappach soll eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden, damit sie die B 85 sicher überqueren können. Eine Vorstellung von fünf Varianten läuft laut Bürgermeister Hans Frankl "etwas kurios". Deswegen gibt es jetzt vor allem von Dritter Bürgermeisterin Inge Gleixner (SPD) Kritik.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Ein Ortstermin in Mappach fiel Ende August genau in die Zeit, als Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer die Amtsgeschäfte übernommen hatte. Frankl weilte im Urlaub. Bei der Besichtigung, bei der auch alle fünf Varianten vorgestellt wurden, waren Vertreter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, der Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier, Anwohner, Markträtin Heike Faltermeier und Feuerer (beide CSU) dabei. Weil aber keine Einladung an die anderen Mitglieder ging, stellte die SPD einen schriftlichen Antrag, die aktuellen Planungsvarianten im Marktrat vorzustellen und das weitere Vorgehen zu beschließen. Auch das Museumsgelände könnte von den Umbaumaßnahmen betroffen sein. Inge Gleixner, die auch Vorsitzende des Heimat- und Bauernmuseums Mappach ist, sagte in der Sitzung: "Ich wusste von nichts. Muss man als Museumsvorsitzende denn nicht eingeladen werden? Ich möchte schon bitten, in Kenntnis gesetzt zu werden." Feuerer betonte in der Sitzung, dass er niemanden bewusst die Einladung für die Besichtigung vorenthalten habe. "Gegen diese Vorwürfe wehre ich mich."

Bund als Kostenträger

Laut Bürgermeister Frankl gab es mehrere Gründe, warum die Gemeinde wegen des besagten Streckenabschnitts aktiv wurde. Zum einen fehlt eine Gehwegverbindung, zum anderen ist der Bereich nicht beleuchtet. "Mehrere Bürger haben eine sichere Querung angeregt." Gottfried Weishäupl vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach gab einen Überblick über die unterschiedlichen Lösungen, um die B 85 sicher zu überqueren. Bei allen Varianten ergebe sich eine Anbindung zu Geh- und Radweg Richtung Neubäu - somit wäre der Bund der Kostenträger.

Frankl erklärte in der Sitzung allerdings, dass auch auf die Marktgemeinde Kosten zukommen könnten. Der Bauherr der Maßnahme sei jedenfalls das Staatliche Bauamt, das auch mit den Eigentümern verhandeln müsse. Laut Weishäupl stelle das nach Vorgesprächen kein Problem dar. Alle Betroffenen würden ihren Grund zur Verfügung stellen. Über die Kosten konnte er noch nichts sagen: "Wir sind noch ganz am Anfang. Die Detailplanung fehlt noch." Das Straßenkreuzungsrecht sei sehr kompliziert. Für die Planer gilt es zum einen, eine sichere und behindertengerechte Überquerung der B 85 zu schaffen, zum anderen, möglichst wenig Eingriffe vorzunehmen. Letzteres sei vor allem bei der zuletzt erarbeiteten Variante der Fall. Allerdings müssen die Mappacher dann einen kleinen Fußmarsch bis zur Unterführung in Kauf nehmen. Weißhäupl erklärt: "Der kürzeste Weg ist mit erheblichen Eingriffen verbunden."

Unterlagen für Fraktionen

Letztlich einigten sich die Markträte darauf, sich in einer anderen Sitzung nochmal über die Varianten zu unterhalten. Den Fraktionen sollen diese zur Verfügung gestellt werden. Wenn sich das Gremium schließlich einig ist, soll die Marktgemeindeverwaltung dem Staatlichen Bauamt mitteilen, welche Variante ihnen am liebsten ist.

Mehrere Bürger haben eine sichere Querung angeregt. Wir haben zugesichert, uns des Problems anzunehmen.Bürgermeister Hans Frank

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.