23.04.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ortsmitte Thema im Marktrat Tempo-Kontrollen im Zentrum

Die Themen der Marktratssitzung konzentrierten sich überwiegend auf die Ortsmitte, insbesondere auf die Verkehrssituation. Geschwindigkeit, Verkehrsberuhigung, Stellflächen kamen zur Sprache. Nicht alle Anträge stießen einmütig auf Zustimmung.

von Ingrid SchiederProfil

(sir) Zunächst ging es in der Sitzung im Rathaus um die Überwachung des fließenden Verkehrs. Hier hatten Anwohner des Marktplatzes und der Hauptstraße regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen beantragt. Mit 15:1 entsprach der Marktrat diesem Wunsch der Bürger. Die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Verstöße gegen die Vorschriften über die zulässige Geschwindigkeit von Fahrzeugen werde sofort dem Zweckverband "Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz" mit monatlich zwölf Stunden übertragen.

Auch der nächste Punkt der Tagesordnung betraf wieder Marktplatz und Hauptstraße. Dem Gremium lag erneut ein Antrag von Anwohnern vor. Er betraf die Vermeidung von Schwerlasttransporten und den Einbau von Engstellen. Die Verwaltung wies darauf hin, dass bereits beim Übergang von der Hauptstraße in die Nittenauer Straße eine Engstelle vorhanden sei. Durch die Schaffung von weiteren Engstellen würde sich durch den Abbrems- und Beschleunigungsvorgang der Verkehrslärm erhöhen. Eine Zunahme des Schwerverkehrs durch den Ortskern, obwohl bereits auf 7,5 Tonnen beschränkt, müsste von der Polizei überwacht werden.

Keine "mobile Engstelle"

Lastkraftwagen zum Be- und Entladen dürften allerdings den Ortskern befahren. Rudolf Sommer beantragte "mobile Engstellen". Diese wurden mit 14:2 Stimmen abgelehnt. Überein kamen die Markträte, dass die Verwaltung den ortsansässigen Firmen mitteilten solle, anliefernde oder abfahrende Transportunternehmer sollten die Ortsumgehung nutzen. Der Ausbau des Pflasters und der Einbau von Flüsterasphalt seien aus wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen nicht möglich.

SPD-Antrag gescheitert

Anträge der SPD-Fraktion bezogen sich auf die Ausweisung von zusätzlichen Pkw-Stellplätzen im Bereich des Marktplatzes. Nach dem Willen der SPD sollen zwei Stellplätze im Bereich der Bäckerei Jobst und ein Stellplatz beim ehemaligen Gasthofes "Zur Sonne" entstehen, sowie an der Nordostseite des Marktplatzes "so viele Längsparkplätze wie möglich". Letztere seien im Kurvenbereich der Einmündung der Straße am Marktplatz in die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße SAD 1 nicht zulässig.

Bei dem beantragten Parkplatz vor dem ehemaligen Gasthof "Zur Sonne" wurde von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass diese Fläche immer dem Pächter des Gasthofes für eine Außenbestuhlung zur Verfügung stand und auch Sondernutzungsgebühren vom Markt erhoben würden. Vor der Bäckerei Jobst müssten zwei Bäume entfernt werden. Auch verkehrstechnisch sei eine Park-Nutzung sehr schwierig, weil immer rückwärts in den Kurvenbereich ausgefahren werden müsste, bemerkte die Verwaltung. Der Marktrat sprach sich deshalb gegen diesen Antrag aus. Stattdessen sollen nun hinter dem Bushäuschen drei Parkplätze sowie vor der Pizzeria eine saisonbedingte Parkfläche entstehen.

Service zu viel Arbeit

Die Grünen regten an, die Öffnungszeiten möglichst aller Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen auf der Homepage des Marktes einzustellen und laufend zu aktualisieren. Mit einem Stimmenverhältnis von 11:4 scheiterte diese Idee. Der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zum zeitlichen Aufwand. Zudem würde der Bürger eher auf die Homepage der Firma schauen um sich entsprechend zu informieren, meinte die Mehrheit der Räte.

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