Ein lange ersehnter Traum von Anita Lanzl ging endlich in Erfüllung

Anita Lanzl (vordere Reihe, Zweite von rechts) konnte zwei Spendenschecks für die Anschaffung eines "Nanoduct"-Gerätes entgegennehmen. Nach über zweijährigem Spendensammeln hat sie nun, Dank der großzügigen Spende der Theatergruppe Bruck und aus dem Erlös des Familiennachmittags, den Betrag für die Anschaffung des Analysegeräts beisammen. Bild: mos

Bruck. Am 13. Mai organisierte der Markt Bruck den 8. Brucker Familiennachmittag am Pausenhof der Grund- und Mittelschule. Dort wurden verschiedene Spielstationen der örtlichen Vereine und Organisationen angeboten. Nun wurde der erwirtschaftete Erlös gespendet.

Spendenbeträge an Anita Lanzl

Für die Bevölkerung von Bruck und Nittenau ist Anita Lanzl keine Unbekannte. Die gebürtige Bruckerin, die nun in Nittenau wohnt, engagiert sich unter anderem außerordentlich für Kinder, die an der Erbkrankheit Mukoviszidose erkrankt sind. Seit über zwei Jahren sammelt sie in Kleinbeträgen Spenden, um damit die Finanzierung eines sogenannten Nanoduct Gerätes auf die Beine stellen zu können. Die Anschaffung dieses Analysegerätes zur Mukoviszidosediagnostik in der Hedwigsklinik Regensburg ist nun gesichert. Bei der Spendenübergabe aus dem Erlös vom Familiennachmittag des Marktes Bruck konnte Anita Lanzl von den beteiligten Vereinen und Organisationen einen Spendenscheck in Höhe von 778 Euro entgegennehmen. Bereits über diese Summe stockte ihr schon der Atem. Sie ist es nicht gewohnt, einen Spendenbetrag in solch einer Höhe überreicht zu bekommen. Normalerweise sammelt sie in mühevoller Kleinarbeit Beträge für die Finanzierung eines Nanoduct-Gerätes, das in der Anschaffung 8.000 Euro kostet. Als schließlich der 1. Vorsitzende der Kolpingfamilie Bruck und Regisseur der Kolping Theatergruppe Josef Birner das Wort ergriff, konnte Anita Lanzl ihr Glück kaum fassen. Die Theatergruppe spendete zusätzlich zum Erlös des Familiennachmittages ihren diesjährigen Spendenbetrag aus dem Erlös des Theaterstückes "Mit Schlafsack und Kamillentee". Die Mitglieder der Theatergruppe baten Anita Lanzl den Betrag zu nennen, der ihr noch zur Finanzierung des Analysegerätes fehle. Sie stellten dann den Scheck auf diese Höhe von 2.100 Euro aus. Nun gab es für die Tränen von Anita Lanzl kein Halten mehr. Minutenlang konnte sie nichts sagen. Mit zittriger Stimme bedankte sie sich im Namen "ihrer Kinder", wie sie die kleinen Mukoviszidose-Patienten der Hedwigsklinik Regensburg immer nennt. Wenn sie das gewusst hätte, hätte sie die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie und Allergologie Dr. Andrea Schweiger - Kabesch zu diesem Termin mitgebracht. Für die Spende sagte Anita Lanzl: "Tausend Mal Vergelt's Gott. Ich weiß, dass ich immer Spenden bekomme. Ich werde es den kranken Kindern sagen, wo das Geld herkommt, so wie ich es immer mache. Und mit Frau Dr. Schweiger - Kabesch komme ich zum nächsten Brucker Theater." Scherzhaft meinten die anwesenden Brucker: "Sie haben Glück, wenn Sie im Theater einen Platz bekommen, denn es ist immer ausverkauft." Auch Bürgermeister Hans Frankl fand die Spendenbereitschaft vorbildlich und empfahl es zur Nachahmung.

Abschließend bot Anita Lanzl noch ihre ganz privaten Fähigkeiten wie Kuchen backen oder Kochen an. Sie würde sich freuen, wenn sie auf diese Art und Weise ein kleines Zeichen der Dankbarkeit zurückgeben könnte. Sie schilderte noch kurz, dass sie noch nie abgewiesen wurde, wenn sie in ihren Angelegenheiten um Spenden für die kranken Kinder gebeten hatte. "Wenn jeder eine Woche so ein krankes Kind haben würde, dann wisse man, was die Eltern mitmachen.", so Anita Lanzl. Mit einem kleinen Umtrunk endete dieser bewegende Abend im Sitzungssaal des Rathauses.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.