24.04.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Markträte entscheiden sich für neues Betreuungsmodell Offenes Ganztagsangebot im neuen Schuljahr

Die Markträte sprachen in ihrer jüngsten Sitzung über die Wasserversorgung im Ortsteil Hinterrandsberg. Es ging um die Erneuerung der bestehenden Wasserleitung und des Abschlusses einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Bodenwöhr oder dem Anschluss aller Anwesen an die Brucker Wasserversorgungseinrichtung.

von Ingrid SchiederProfil

Mit einem Stimmverhältnis von 12 zu 4 sprach sich das Gremium für die Beibehaltung des Status quo aus. Es werden weiterhin fünf Anwesen vom Markt Bruck und fünf Anwesen von der Gemeinde Bodenwöhr versorgt, wobei für die von der Gemeinde Bodenwöhr versorgten Anwesen eine Zweckvereinbarung abzuschließen ist. Kenntnis nahmen die Räte vom Jahresabschluss 2015 für das Wasserwerk und die Photovoltaikanlagen der Marktgemeinde. Die Wassergebühren sind in den Jahren 2006, 2007, 2008 und zum 1. Januar 2017 um zehn Cent pro Kubikmeter Wasser angehoben worden. Jedoch zeichnete sich ab, dass auch die letzte Erhöhung keine Kostendeckung erzielen werde. Der Jahresverlust 2015 beim Wasser liegt bei rund 96 000 Euro.

Offenes Ganztagsangebot

Diese hohe Summe ist laut Bayerischem Kommunalen Prüfungsverband auf die zahlreichen Wasserrohrbrüche zurückzuführen. Der Jahresverlust 2014 betrug knapp 30 000 Euro, im Jahr 2006 lag er bei rund 65 500 Euro. Den geringsten Verlust hatte man 2009 zu verzeichnen (2800 Euro). In den kommenden Jahren muss in die Erneuerung des bestehenden Leitungsnetzes investiert werden, da die Häufung der Rohrbrüche auf eine Überalterung des Rohrnetzes zurückzuführen ist.

Laut Erfolgsübersicht 2015 beträgt das Unternehmensergebnis der gemeindlichen Photovoltaikanlagen rund 9200 Euro. Dieser Überschuss werde mit dem Verlust des Wasserwerks verrechnet, so dass ein Jahresverlust in Höhe von etwa 86 700 Euro verbleibt. Diese Summe wird über das Verrechnungskonto ausgeglichen, hieß es in der Marktratssitzung. Die Schulden bei der Gemeinde werden marktüblich verzinst.

Auch die Einführung offener Ganztags- und Zusatzbetreuungsangebote anstelle der Mittagsbetreuung ab dem neuen Schuljahr war Thema. Träger bleibt weiterhin die Johanniter-Unfall-Hilfe. Das offene Ganztagsangebot besteht aus einer sogenannten Kurzgruppe bis 14 und einer Langgruppe bis 16 Uhr. Der gemeindliche Anteil betrage 10 500 Euro. Der wesentliche Unterschied zwischen Mittagsbetreuung und dem offenen Ganztagsangebot liegt darin, dass es sich beim Ganztagsangebot um eine schulische Veranstaltung handelt und somit für die Eltern beitragsfrei sind. Am bisherigen Ablauf mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung gibt es keine Änderungen.

Zusatzbetreuung geplant

Jedoch endet die Betreuung beim Ganztagsangebot bereits um 16 Uhr, am Freitag und in den Ferien findet keine Betreuung statt. Momentan werden in der Zeit von 16 bis 16.30 Uhr etwa zehn Kinder, am Freitag 32 Kinder sowie in den Ferien 15 bis 20 Kinder betreut. Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich bereit erklärt, die Zusatzbetreuung zu übernehmen. Ohne Ferienbetreuung belaufen sich die Personalkosten auf rund 17 500 Euro. Einstimmig votierte das Gremium für die Einführung der offenen Ganztagsschule sowie die Zusatzbetreuung.

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