30.01.2004 - 00:00 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Vermisste Frau taucht in Regensburg bei ihrer Tochter auf Aufatmen nach Suchaktion

Um 20.32 Uhr am Mittwoch Abend konnte aufgeatmet werden: Stundenlang hatte die Burglengenfelder Polizei intensiv nach einer vermissten Frau gesucht, dann tauchte die greise Seniorin bei ihrer Tochter in Regensburg auf. Wie sie dorthin kam, ist vorläufig noch ein Rätsel.

von Autor HOUProfil

Die 79-jähriger Burglengenfelderin hatte am Mittwoch kurz vor 16 Uhr das Krankenhaus in ihrer Heimatstadt verlassen, wo sie zur stationären Behandlung eingewiesen worden war. Als die Nachricht vom Verschwinden der Frau kam, erfuhr die Burglengenfelder Polizei auch: Die Vermisste sei desorientiert und von daher hilflos.

Daraufhin startete die PI Burglengenfeld unter Führung ihres Chefs Otto Haslbeck eine ausgedehnte Suchaktion. Sie setzte dazu 20 Beamte ein, holte sich Verstärkung von den Feuerwehren Burglengenfeld und Teublitz. Sie rückten mit insgesamt 45 Mann an.

Es gab Hinweise

Da die Polizei ihre Fahndung auch an Rundfunksender weitergegeben hatte, kamen sehr bald Meldungen und Hinweise. Daraus ergab sich: Die 79-Jährige war im Stadtgebiet gesehen worden. Sie musste eigentlich ganz zwangsläufig auffallen. Denn die greise Dame war nur mit einem rosafarbenen Frotteemorgenmantel und einem Nachthemd bekleidet.

Auch bei Einbruch der Dunkelheit hatte man sie noch nicht gefunden. Hundeführer waren zwischenzeitlich mit im Einsatz, in allen Bereichen Burglengenfelds fahndeten Streifenwagenbesatzungen. Hinzu kamen die Feuerwehrkräfte, die in schwer zugänglichen Bereichen nach der Frau suchten. Vergebens allerdings. Unterdessen schneite es leicht und die Temperaturen sanken. Den Helfern war klar, dass ihr Einsatz unter allen Umständen zum Erfolg führen musste. Ansonsten, so war anzunehmen, würde die Rentnerin wohl erfrieren. Als gegen 20.30 Uhr eben neue Einsatzbesprechungen im Gange waren, kam aus Regensburg die erlösende Nachricht: "Sie ist wieder da!"

Wer nahm sie mit?

Die desorientierte Frau hatte sich nach einer Wanderung durch Burglengenfeld auf den Weg zu ihrer Tochter in die Bezirkshauptstadt gemacht. Wie sie dorthin kam, ist bisher völlig unklar. Per Auto? Mit dem Bus? Egal wie: "Sie hätte doch in ihrem Morgenmantel jemandem auffallen müssen", wunderte sich gestern der Burglengenfelder Polizeichef Otto Haslbeck.

Um 20.32 Uhr am Mittwoch hatte er die Suchaktion abgeblasen. Nahezu 70 eingesetzte Leute konnten daraufhin zu ihren Standorten und Wachen zurück kehren.

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