Amnesty International erinnert am Tag der Menschenrechte an Verfolgte
Ein Marathon aus Briefen

Politik
Burglengenfeld
15.12.2016
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Die Stadt Burglengenfeld unterstützt erneut den weltweiten "Amnesty-Briefmarathon". Noch bis Ende des Jahres 2016 liegen entsprechende Vordrucke im Bürgerbüro des Rathauses aus. Anlässlich des Tags der Menschenrechte mahnte die Schwandorfer Amnesty International-Kreisgruppe bei einem Empfang im Historischen Rathaussaal die Verbrechen an, die weltweit tagtäglich gegen die Menschenwürde begangen werden.

Kreisgruppen-Sprecherin Barbara Beck sowie Pascal Averibou überreichten an Zweiten Bürgermeister Bernhard Krebs einen Ausdruck der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948. Die 30 Artikel der Erklärung sind in Burglengenfeld neben dem Portal des Rathaus-Altbaus angebracht worden.

Bernhard Krebs sagte, es sei immer wieder erschütternd zu beobachten, wie unterschiedliche Interessen und Meinungen eskalieren können und die Menschenwürde sogar von jenen mit Füßen getreten wird, die für eine vermeintlich gute Sache einstehen. Menschenrechte seien "universell und sollen - und müssen - für alle gelten". Gerade deshalb brauche es Gruppierungen wie Amnesty International, die mit Vehemenz und Nachdruck auf Verletzungen dieser Rechte hinweisen - auch in Zeiten, in denen man ihnen kaum Gehör schenkt. Amnesty-Sprecherin Barbara Beck sagte, der Briefmarathon rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte sei mittlerweile die größte internationale Amnesty-Aktion, zu der weltweit Millionen von Briefen verschickt würden. Pascal Averibou bereicherte den Empfang im Burglengenfelder Rathaus mit einer sehr persönlichen Lesung, die unter anderem aufzeigte, was der Krieg mit Menschen macht und was es bedeutet, wenn man eine Entscheidung zwischen Flucht oder dem Tod treffen muss. Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung von Ferdinand Rieppel mit zeitkritischen Liedern auf der Gitarre und Janina Tröbs mit Michael Jacksons "Man in the Mirror".
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