27.04.2018 - 20:00 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

SPD-Frauenempfang in der Stadthalle Burglengenfeld: Selbstbewusstsein gefragt

"Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett". Sängerin Christiane Öttl stimmte die Frauen auf den Empfang in der Stadthalle ein, begleitet von Sven Faller mit dem Kontrabass. Die niederbayerische Musikerin verkörpert die selbstbewusste Frau, von denen sich Landtagsabgeordnete Margit Wild in der Gesellschaft "noch mehr wünscht". Die stellvertretende Vorsitzende der bayerischen SPD-Landtagsfraktion tourt momentan durch die Lande und warnt vor konservativen Kräften im rechten politischen Lager, die sich das Frauenbild der Vergangenheit zurück sehnen. "Ihnen müssen wir selbstbewusst entgegentreten", sagte die Regensburger Landtagsabgeordnete beim "SPD-Frauenempfang" in Burglengenfeld. Wild bemerkt bei der CSU und der AfD Einstellungen, "die in die Mottenkiste gehören".

Zwei selbstbewusste Frauen: Sängerin Christiane Öttl und Politikerin Margit Wild (am Tisch). Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Weil Frauen zu emotional reagierten, seien sie für die Politik ungeeignet: Auf dieses Machogehabe wollen die SPD-Frauen mit selbstbewusstem Auftreten reagieren und sich vernetzen. Bei einem Frauenanteil von 31 Prozent im Bundestag sei allerdings noch Luft nach oben. Bezirksvorsitzender Franz Schindler outete sich als "Feminist", der die Frauen im Kampf um mehr gesellschaftliche Gleichberechtigung unterstütze. "Den Frauen wurde nichts geschenkt, sie haben sich alles erkämpft", betonte der SPD-Politiker. Mit 19 Frauen erziele die SPD-Landtagsfraktion immerhin eine Quote von 45 Prozent. Landtagskandidat Peter Wein sieht bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau noch Handlungsbedarf. Mit einem Glas Sekt stießen die Gäste auf "100 Jahre Frauenwahlrecht" an.

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