19.02.2018 - 17:12 Uhr
Burglengenfeld

Es rumort beim ASV Burglengenfeld Spieler gegen Verein

Es rumort beim ASV Burglengenfeld: Nach dem Rückzug der zweiten Mannschaft aus der Kreisliga West, setzen sich die Spieler nun zur Wehr.

Das Duell FC Ovi-Teunz gegen den ASV Burglengenfeld II (Szene aus 2016) wird es so schnell nicht mehr geben. Archivbild: A. Schwarzmeier
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die Auseinandersetzung zwischen der Vereinsführung des ASV Burglengenfeld und einigen Spielern der zweiten Mannschaft spitzt sich weiter zu. Nachdem die Abteilungsleitung zunächst in einer Pressemitteilung den sofortigen Rückzug der zweiten Mannschaft aufgrund des "inakzeptablen Verhaltens einiger Spieler" bei einer Teamsitzung verkündet hatte (wir berichteten), zeigten sich die Beschuldigten mit der Art der Berichterstattung unzufrieden und verfassten eine eigene Pressemitteilung.

"Ignorantes Schweigen"

Nun "sehen wir uns als ehemalige zweite Mannschaft des ASV Burglengenfeld dazu gezwungen, falsche Informationen zu berichtigen und unsere Sicht der Sachlage zu schildern", schrieben Dominik Stenz, Mario Götzfried, Andreas Schmidmeier, Manuel Götzfried, Stefan Kraus, Stefan Schmid, Markus Rödl, Matthias Hofmann, Michael Feulner und Tobias Singer in einer Mitteilung, die die "Mittelbayerische" (Montagsausgabe) abdruckte. Die Spieler hätten dem ASV gegenüber ihren Wechselwunsch für den Sommer geäußert und dafür nur "ignorantes Schweigen" geerntet. "Da unsere Gruppe immer Wert auf ein Miteinander und eine gute Gesellschaft gelegt hat, wollten wir im Sommer gemeinsam unser sportliches Glück bei einem funktionierendem Verein suchen." Im Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen wollten die Kicker abklären, inwieweit der ASV bereit sei, dem neuen Verein bei der Ablösesumme entgegenzukommen. Rein formell dürfte Burglengenfeld für jeden Spieler der zweiten Mannschaft den Landesliga-Tarif verlangen - eine Summe, die bei acht bis zehn Akteuren für kaum einen Verein zu stemmen ist.

"Völlig inakzeptabel"

Als Alternative und "letzten Ausweg" führten die Spieler an, sechs Monate lang kein Pflichtspiel mehr zu absolvieren, um im Sommer dann ablösefrei zu einem neuen Verein wechseln zu können - auch diese Variante entspricht den Statuten des Bayerischen Fußballverbandes. "Die Schilderung dieses letzten Auswegs wurde zu unser aller Verwunderung und Enttäuschung als Erpressung dargestellt. Es stand nie eine Forderung für eine schriftliche Zusage, ablösefrei zu wechseln, im Raum. Warum der Verein diese Aussage tätigte, lässt sich für uns nicht erschließen." Stattdessen habe die Ankündigung, die "Zweite" sofort vom Spielbetrieb abzumelden und auf "tausende Euro an Ablösesumme zu verzichten", die Spieler beim geplanten Trainingsauftakt am vergangenen Mittwoch überrascht.

Gegenüber der "Mittelbayerischen" reagierte auch ASV-Abteilungsleiter Werner Besenhard auf die Stellungnahme der Spieler und bestätigte abermals, dass die von den Spielern verlangte schriftliche Zusage eines ablösefreien Wechsels im Sommer "völlig inakzeptabel sei". Zwar könne der ASV nun voraussichtlich auch in der nächsten Spielzeit keine zweite Mannschaft melden, "doch wir wollen unser Gesicht wahren, und da ist uns ein sauberer Schnitt wichtiger als Geld".

Es stand nie eine Forderung für eine schriftliche Zusage, ablösefrei zu wechseln, im Raum. Warum der Verein diese Aussage tätigte, lässt sich für uns nicht erschließen.Aus der Stellungnahme der Spieler
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