16.08.2017 - 15:38 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Notaufnahme jetzt mit zehn Behandlungsplätzen: Neues Klinik-Herzstück

Im Notfall zählen Zeit, medizinische Fachkompetenz, diagnostische Ausstattung und die persönliche Ansprache der Patienten. Die Asklepios Klinik im Städtedreieck und der Freistaat Bayern investierten 17,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Hauses. Herzstück ist die auf zehn Behandlungsplätze ausgebaute Notaufnahme.

Paula Loibl (rechts) und Maria Ullmann (Zweite von rechts) leiten die Notaufnahme am Krankenhaus Burglengenfeld. Bilder: exb/H. C. Wagner (3)
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An der Spitze des Teams der Notaufnahme stehen zwei erfahrenen Kräfte: Leitende Oberärztin Paula Loibl sowie der pflegerischen Leiterin Maria Ullmann. Die im März 2017 fertiggestellte Notaufnahme hatte bisher vier Behandlungsplätze, jetzt zehn. Sie ist damit auf die Versorgung von bis zu 100 Patienten pro Tag ausgelegt. Das teilte die Asklepios-Klinik mit.

Wichtige Vorgaben beim Neuaufbau der Notaufnahme waren: kurze Wege für die Patienten sowie für die Behandlungsteams, eine enge Einbindung in das Traumanetzwerk Ostbayern sowie in die "Tempis-Schlaganfallversorgung", engmaschige gemeinsame Schulungen mit den Rettungsdienstmitarbeitern und die diagnostischen Einheiten auf modernstem Stand. Zu den zehn Behandlungsplätzen zählen ein Schockraum, ein Isolierraum sowie ein "Triagen-Raum", in dem der Schweregrad der Verletzung oder Erkrankung von Patienten schnellstmöglich eingeschätzt werden kann.

Medizintechnik auf neuestem Stand ermöglicht eine umfassende Diagnostik, aber besonders wichtig sind die persönliche Betreuung durch das hochqualifizierte Ärzte- und Pflegeteam sowie gute Abläufe. Dazu trage laut Asklepios baulicherseits ein Liegendwartebereich und die Tatsache, dass man "auf ein bekanntes Gesicht trifft" bei, so die pflegerische Leiterin der Notaufnahme, Maria Ullmann. "In der Klinik gibt es neun aktive Notärzte", berichtet die Leitende Oberärztin Paula Loibl. "Zehn weitere niedergelassene Notärzte arbeiten mit der Klinik zusammen." In der Zeit von 7 bis 19 Uhr ist das Notarztfahrzeug des BRK samt Fahrer an der Klinik stationiert. "Durch die gute Vernetzung, unsere Erfahrung sowie die Ausstattung können wir alle Notfälle behandeln", erklärte Paula Loibl weiter. Eine wichtige Rolle bei der Weiterversorgung von Patienten mit größeren Einschränkungen im Herz-Kreislauf-Bereich spielt auch das im Haus verfügbare Herzkatheter-Labor.

Erste Vorgespräche zum Klinik-Umbau hatte es bereits 2011 gegeben, Pläne lagen 2012 vor. Ende 2014 erfolgten die ersten Vergaben. Im Mai 2016 startete der Umbau, bereits im April war die alte Notaufnahme in eine Interimslösung umgezogen, um die lückenlose Versorgung fürs Städtedreieck zu gewährleisten. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme in Höhe von 17,5 Millionen Euro setzt sich aus knapp 9,7 Millionen Fördermitteln des Freistaates sowie Asklepios-Eigenmitteln zusammen.

In der Klinik gibt es neun aktive Notärzte, zehn weitere niedergelassene Notärzte arbeiten mit der Klinik zusammen.Leitende Oberärztin Paula Loibl

 

 

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