25-Jähriger lässt sich nicht stoppen - Gewaltsame Festnahme nach Verfolgungsjagd
Straßensperren durchbrochen und Warnschüsse ignoriert

Die Polizei in Bayern und Österreich hat sich eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Flüchtigen geliefert. Dabei feuerten die österreichischen Beamten zwei Warnschüsse ab, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern am Dienstag sagte. In der Nacht war ein 25-Jähriger bei einer Routinekontrolle in Hauzenberg (Landkreis Passau) mit hohem Tempo nach Österreich geflüchtet. Dabei durchbrach er drei Straßensperren und rammte einen Streifenwagen. Bei einer der Sperren hätten die Kollegen aus dem Nachbarland zweimal in die Luft geschossen. Aufhalten ließ sich der 25-Jährige davon aber nicht. Er wendete sein Fahrzeug und flüchtete wieder über die Grenze nach Bayern. Am Rannasee bei Wegscheid (Landkreis Passau) konnte er schließlich überwältigt werden. Bei der Festnahme habe sich der Mann derart gewehrt, dass die Polizisten Pfefferspray und einen Schlagstock einsetzen mussten, betonte der Polizeisprecher. Dabei wurde der 25-Jährige verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Auch vier Beamte erlitten leichte Verletzungen. Das Motiv für die Flucht war zunächst unklar. "Der Mann wurde nicht per Haftbefehl gesucht", sagte Polizeisprecher Michael Emmer. In der ersten Vernehmung habe sich der 25-Jährige nicht geäußert. In dem Wagen des Mannes stellten die Beamten aber eine geringe Menge Haschisch sicher. Ob er auch während der Fahrt unter dem Einfluss von Drogen stand, ist noch nicht sicher.
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