19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Afrikanisch gefärbter Festgottesdienst zum Dorf- und Feuerwehr-Jubiläum - Segnung der ... "Die Verstorbenen sind dabei"

Festbraut Kerstin Hofmeister festigte ihr Erinnerungsband an die Fahne der Feuerwehr, die ihr Bruder Andreas hält. Mit einem eindrucksvollen Gottesdienst feierten Pater Ferdinand sowie Pfarrer i. R. Hermann Schötz und Prälat Hermann Hierold das 135-jährige Bestehen der Feuerwehr Tröbes sowie "725 Jahre Dorf Tröbes". Bild: gi
von Peter GarreissProfil

"Wir feiern - und die Verstorbenen der Feuerwehr und des ganzen Dorfes sind mit dabei", machte Pater Ferdinand beim Festgottesdienst anlässlich der 135-JahrFeier der Wehr und des Jubiläums "725 Jahre Dorf Tröbes" deutlich. 22 Fahnenabordnungen und zahlreiche Gäste erwiesen Tröbes die Ehre.

Feuerwehr-Vorsitzender Karl Frischholz hob in seinem Willkommensgruß stellvertretenden Landrat Albert Nickl, Bürgermeister Hermann Ach, Kreis- und Markträte sowie die Vereine mit den Fahnenabordnungen und die vielen Gäste hervor. "Wir feiern heute einen Gottesdienst mit afrikanischen Inhalten", bereitete Frischholz die Anwesenden vor. Er bat auch um eine Spende für Pater Ferdinand für dessen Arbeit in Afrika. "Wir leben hier im Wohlstand und müssen deshalb auch an die anderen Menschen denken."

Lebhafte Messe

In der überfüllten Filialkirche feierte anschließend der Missionar Pater Ferdinand mit Pfarrer i. R. Hermann Schötz sowie Prälat Hermann Hierold einen beeindruckenden und lebhaften Gottesdienst mit afrikanischen Liedern, viel Gesang und Händeklatschen. Die Bläsergruppe sowie der Kirchenchor und Kinder gestalteten ihn musikalisch, die Gläubigen sangen fleißig mit.

Zum Gloria erklang vereint das "Ehre sei Gott in der Höhe" zweisprachig, in Deutsch und afrikanisch ("Nkembo, nkembo o likole"). Und beim Kyrie sangen alle lautstark "Mokonzi e ye ye ye ye". Pater Ferdinand freute sich in der Festpredigt über die Anwesenheit so vieler Vereine. Jeder habe seine Verstorbenen, "und die werden nicht vergessen". Er erinnerte an die den verstorbenen Pfarrer Georg Bauer und den Organisten Andreas Ach, die viel für die Filialkirche Tröbes getan haben.

"Schönes Dörferl"

"Lieber Gott, halte deine schützende Hand über Tröbes", erflehte der Missionar. Er schwärmte von der Schönheit der Oberpfalz und bezeichnete seine Heimat als Paradies. Besonders sein schönes "Tröbeser Dörferl" hatte es Ferdinand angetan. Er wünschte sich, dass das immer so bleibe. "Setzt euch dafür ein, dies alles zu erhalten", rief er den Feuerwehrleuten und der Bevölkerung zu.

Prälat Hermann Hierold nahm die Segnung der Erinnerungsbänder vor. "Diese Fahnenbänder erinnern später daran, dass gemeinsam gefeiert wurde." Sie symbolisieren die Verantwortung der Vereine, das Leben im Ort und der Heimat zu wahren. Festbraut Kerstin Hofmeister heftete ihr Erinnerungsband an die Fahne der Feuerwehr, die ihr Bruder Andreas hielt. "Als Dank für die erwiesene Ehr' gehört sie nun der Feuerwehr." Erinnerungsbänder tauschte die Jubelwehr am Altar auch mit der Feuerwehr Rückersrieth (Patenverein) und den Feuerwehren Gaisheim und Moosbach (Ehrenpatenvereine) aus.

Der Vorsitzende der Moosbacher Wehr, Josef Hierold junior, überreichte zur Erinnerung an die Patenschaft zusätzlich eine Granitplatte. Unter den Klängen der Moosbacher Blasmusik zogen die Gottesdienstbesucher weiter ins Festzelt zum musikalischen Frühschoppen.

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