Angstindex: Bevölkerung hinsichtlich Krisen entspannt
Deutsche fürchten um ihr Geld

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Deutschland und die Welt
05.09.2014
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Allen internationalen Krisen zum Trotz: Die Deutschen haben vor allem Angst um Geld, die Umwelt und die eigene Gesundheit. Drei von fünf Deutschen fürchten, dass sie wegen der Eurokrise als Steuerzahler stärker belastet werden und durch höhere Lebenshaltungskosten weniger im Portemonnaie haben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der R+V-Versicherung hervor. Demnach macht sich jeder Zweite zudem Sorgen über Naturkatastrophen und die Frage, ob man im Alter ein Pflegefall wird.

Insgesamt sind die Deutschen entspannt wie seit 20 Jahren nicht mehr: Der Angstindex als Durchschnittswert aller langjährig abgefragten Ängste sank um zwei Prozentpunkte - jetzt schauen demnach insgesamt 39 Prozent sorgenvoll in die Zukunft. 2010 hatte der Wert noch bei 50 Prozent gelegen. "Die Deutschen sind in einem Stimmungshoch", bilanzierte R+V-Sprecherin Rita Jakli die Ergebnisse der Studie, in der 2400 Personen ab 14 Jahren befragt wurden.

Am stärksten gesunken sind Ängste vor einer schlechteren Gesamtwirtschaftslage (41 Prozent) sowie vor Arbeitslosigkeit (33 Prozent). Mehr als ein Drittel (36 Prozent) hatte im Juli Angst vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Nach oben in der Skala rücken hingegen Gesundheitsthemen - die Angst vor einer schweren Erkrankung etwa (47 Prozent) kommt auf Platz vier. Frauen fürchten sie deutlich mehr (54 Prozent) als Männer (40 Prozent).

Nach einer Angleichung 2013 driften die Ängste zwischen Ost und West wieder leicht auseinander: Während im Osten Deutschlands 43 Prozent der Menschen sorgenvoll in die Zukunft blicken, sind es im Westen nur 38 Prozent.
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