25.04.2009 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Anita Stangl präsentiert Wildkräuter und manche ganz natürliche Überraschung Ganz wild auf "Wiesen-Viagra"

von Redaktion OnetzProfil

Trotz geöffneter Himmelsschleusen trug Kräuterpädagogin Anita Stangl Vogelmiere, Gänseblümchen, Giersch, Brennessel, Löwenzahn, Scharbockskraut, Bärlauch, Waldmeister, Gundermann und andere, teils als Unkraut verrufene Pflänzchen zusammen. 20 Teilnehmer der Führung "Wildkräuter und Gaumenschmauß" der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) profitierten von der ganz und gar nicht trockenen Präsentation über die Geheimnisse der Natur.

Riechen, tasten und probieren - manch einer wurde vom Maiskolbengeschmack der Vogelmiere überrascht, während andere eine Menge über Wirkung, Anwendung, Zubereitung, Dosierung, Erntezeit, Standort, Pflanzenfamilie und Mythologisches erfuhren. So galt die "Wiesen-Viagra" Brennessel schon früh als Schutzpflanze gegen böse Geister. Und die Kräuterexpertin und "Erlebnisbäuerin", die beispielsweise um die Milch bildende Eigenschaft dieser Vitaminbombe weiß, legt Wert darauf, dass dieses Wildgemüse für ihre Kühe auch bei der Heuernte nicht vergessen wird. Die antibakterielle Wirkung des Spitzwegerich-Wirkstoffs Aucubin war manchen Teilnehmern bekannt, aber diese alte Heilpflanze bietet seine jungen Blätter auch für Salate an.
Beim Scharbockskraut, dessen Namensverwandtschaft zur Seefahrerkrankheit Skorbut den hohen Vitamin-C-Gehalt andeutet, sollte man sich den Standort merken. Zu ernten ist das erste Grün nämlich bereits vor der Blüte. Ganzjährig lassen sich dagegen Vogelmiere oder Hirtentäschel ernten. Es gab viele Ratschläge zur Herstellung von Vogelmieren-Öl oder Ringelblumensalbe, Gundermann-Creme oder Giersch-Limonade, Bärlauchquark oder Wiesensuppe.

Die Gäste konnten diese Schätze der Natur natürlich auch probieren und Rezepte mit nach Hause nehmen. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Führung am 16. Mai um 14 Uhr in Rotzendorf 2 wiederholt. Teilnehmegebühr 15 Euro, Anmeldung unter Telefon 0961/6349642 oder online bei www.keb-neustadt.de.

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