01.06.2006 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Auch Jugendliche entdecken immer mehr die Fantasy-Literatur Vom Tempelritter bis zur Feuernymphe

von Redaktion OnetzProfil

Tolkien, Hohlbein und Stephen King haben es vorgemacht, andere wollen es ihnen gleichtun. Und das Ergebnis? Gar nicht mal so schlecht. Das Fantasy-Genre gilt in der Literatur als Dauerbrenner und hat aufgrund seiner langjährigen Erfolge mittlerweile auch das Kino erreicht. Mit leuchtenden Augen erinnern wir uns an Leinwand-Epen wie "Herr der Ringe" oder "Narnja" und vergessen dabei manchmal, dass eine solche Inszenierung ohne eine gute Buchvorlage nie möglich gewesen wäre.

lässt nur auf eine gute Adaption warten. Der erste Band von Rainer M. Schröders Trilogie lüftet das sagenhafte Geheimnis der Tempelritter. "Der Fall von Akkon" (487 Seiten,

18,50, Arena Verlag) ist eine machtvolle Kombination aus Fantasy und historischem Roman, die alles übertrifft, was man erwarten kann: Überwältigende historische Kulissen, faszinierende Mystik und großartige Abenteuer.

Das Heilige Land im Jahr 1291: Die christlichen Kreuzritter haben Jerusalem an die Mamelucken verloren, nur die Stadt Akkon trotzt noch der muslimischen Belagerung. Bevor Akkon fällt, werden vier junge Tempelritter mit einem Geheimauftrag betraut: Sie sollen den Heiligen Gral, den legendären Kelch des Letzten Abendmahls, retten und nach Paris bringen. Ein höchst ehrenvoller, aber gefährlicher und scheinbar unerfüllbarer Auftrag. In einer geheimen Zeremonie werden die vier zu Gralshütern geweiht. Die Verantwortung für das Schicksal der Menschheit lastet nun auf ihren Schultern, denn in den falschen Händen könnte der Gral zum Teufelswerkzeug werden!

Ein weiterer, ebenso mitreißender historischer Roman stammt aus der Feder von Victoria Holmes. "Das Pferd aus dem Meer" (333 Seiten, 13,95, Ensslin Verlag) ist die Geschichte über ein besonderes Mädchen und seine einzigartige Beziehung zu Pferden.

Irland 1588. Die Engländer regieren mit harter Hand, Clansfehden und die Sorge um das tägliche Brot bestimmen das raue Leben der einfachen Leute an der Küste. Doch die junge Nora treibt sich sowieso lieber in den Bergen herum als beim Tanzvergnügen! Wann immer sie kann, entflieht sie der Enge des elterlichen Cottage, um mit den wilden Ponys durch die Natur zu streifen. Dort entdeckt sie eines Tages zwei verletzte spanische Schiffbrüchige, einen dunkellockigen, schwarzäugigen Jungen und ein edles, meerschaumweißes Pferd. Die beiden vor den Engländern zu verstecken, kommt einem Todesurteil gleich. Was soll Nora bloß tun?

Souveräne Handlungsführung, knackige Kampfszenen, lebendige Charaktere und originelle Fantasiewelten - Nina Blazon ist eine wahre Meisterin des Fantasy-Genres, wie sie mit "Im Reich des Glasvolks" (347 Seiten, 16,95, Ueberreuter Verlag) unter Beweis stellt.

Jonnvinn hat immer wieder einen bösen Traum: Ihre Schwester, die Glasmacherin Nive, ist in Todesgefahr! Kurz entschlossen reitet Jonnvinn in die Glasmacherstadt Ganarr, wo sie feststellen muss, dass Nive einem dubiosen Priester in die Wüste gefolgt ist. Die beiden wollen das legendäre Volk im Glas befreien, von dem niemand weiß, warum es einst verbannt wurde. Doch der Preis dafür ist hoch, denn in Nive scheint der schreckliche Fluch der Woran zu erwachen. Verzweifelt versucht Jonnvinn ihre Schwester zu retten, bevor es zu spät ist.

Meisterhaft und sprachlich brillant entführt Antonia Michaelis den Leser in die farbenfrohe Welt Indiens zu Beginn des 19. Jahrhunderts. "Tiger Mond" (364 Seiten, 16,90, Loewe Verlag) erzählt von einer entführten Prinzessin, zwei mutigen Helden und der abenteuerlichen Reise durch die Elemente.

"Vor dir liegt ein langer Weg - du wirst durch das Feuer gehen, durch das Wasser und durch den Wind. Am Ende jedoch steht der Tod." Noch immer hallen Farhad die Worte des heiligen Mannes im Ohr. Bis zum nächsten Vollmond hat er Zeit, den geheimnisvollen Blutstein zu finden und diesen dem Diener des Dämonenkönigs zu übergeben. Nur so kann Farhad die Prinzessin befreien, die der grausame Herrscher in seinem Palast gefangen hält. Begleitet von Nitish, einem weißen Tiger mit geheimnisvollen blauen Augen, begibt sich Farhad auf die ungewisse Reise durch Indien, ohne zu ahnen, welch gefährliches Abenteuer ihm bevorsteht. Und dabei ist ihm der Tod stets dicht auf den Fersen.

Anthony Horrowitz gilt in England als der "Stephen King für Jugendliche". Seine neu Reihe "Die fünf Tore" lässt den Leser in die Abgründe der Menschheit blicken. Atemberaubend und rasant geschrieben, ist der erste Band, "Todeskreis" (286 Seiten,

16,90, Loewe Verlag), ein Thriller der Spitzenklasse.

Panisch fährt Matt aus dem Schlaf hoch. Er hatte wieder denselben Traum, wie schon so oft: Drei Jungen und ein Mädchen rufen ihn verzweifelt um Hilfe. Oder wollen sie ihn warnen? Matt weiß, dass er keine Zeit mehr zu verlieren hat. Er muss fliehen - fort von seiner Pflegemutter und fort von der Farm, auf der sie ihn seit Tagen wie einen Gefangenen festhält. Denn Matt soll Teil einer dämonischen Verschwörung werden. Und jede Sekunde, die er länger auf der Farm bleibt, könnte seinen Tod bedeuten.

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