19.09.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bad Reichenhaller Stadtrat lehnt Christusstatue auf dem Predigtstuhl ab Riesen-Jesus begraben

Die geplante Errichtung einer monumentalen Jesusstatue auf einem Berg über Bad Reichenhall ist geplatzt. Am Donnerstagabend entschied sich der Reichenhaller Stadtrat mit großer Mehrheit gegen das Projekt. Es werde dafür keine Baugenehmigung geben, sagte Stadtsprecher Gerhard Fuchs.

von Agentur KNAProfil

Nur ein Ratsmitglied hatte das Vorhaben des Dresdener Unternehmers Harry Vossberg unterstützt, mit dem weltweit größten Christusmonument auf dem zum Stadtgebiet gehörenden 1 614 Meter hohen Predigtstuhl einen neuen Wallfahrtsort zu etablieren. Der Unternehmer war für eine Reaktion nicht zu erreichen. Nach den Worten des Stadtsprechers reagierte er enttäuscht darüber, dass sein Angebot in Bayern keine Chance bekommen habe. Seine eigens für den Bau gegründete "Christliche Initiative Predigtstuhl" hatte sich für den Fall eines Scheiterns vorsorglich in "Christliche Initiative Pax" umbenannt. Möglicherweise wird Vossberg nun Alternativen für die Nachahmung des Wahrzeichens von Rio de Janeiro ins Auge fassen.

Andere Standorte

Im Vorfeld waren andere Standorte in den Bayerischen Alpen, der Sächsischen Schweiz und in Österreich im Gespräch. Die beiden großen Kirchen und der Bund Naturschutz hatten sich bis zuletzt vehement gegen die Statue ausgesprochen. Sie passe nicht ins bayerische Landschaftsbild, so die Gegner. Nun soll auf dem Berg eine ökumenische Kapelle gebaut werden. (Angemerkt)

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