26.02.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Barbara Betz feiert mit zahlreichen Gratulanten 97. Geburtstag - Älteste Bürgerin Im Ehrenamt sehr engagiert

Die 97-jährige Barbara Betz (vorne Mitte) feierte im Kreise der Gratulanten aus Kirche, Gesellschaft, Politik, Seniorenheim sowie mit ihren zwei Töchtern und drei Enkeln aus Weiden, Dachau und Berlin. Bild: sl
von Sieglinde SchärtlProfil

Die älteste Bürgerin der Marktgemeinde Leuchtenberg, Barbara Betz, feierte ihren 97. Geburtstag. Geboren wurde sie am 25. Februar 1916 in Glaubendorf, Landkreis Schwandorf. Durch die Heirat mit Johann Betz kam sie 1943 nach Döllnitz. Zwei Töchter bereicherten die Familie. Daneben war die Jubilarin ehrenamtlich sehr engagiert.

Ihrem Mann, der nach nur zehn Monaten Pension 1977 an den Folgen eines Verkehrsunfalles verstarb, half sie in der Landwirtschaft und vertrat ihn auch als Postbotin, da die Poststelle in ihrem Haus untergebracht war. Unter anderem schrieb sie mit dem Kürzel (bz) für unsere Zeitung, Feriengästen bot sie in den 60-er Jahren Urlaub auf dem Bauernhof an.

Die Jubilarin war zudem die erste Ortsbäuerin in der damaligen Gemeinde Döllnitz, die erste Schriftführerin im Pfarrgemeinderat, beherbergte die Patres vom Kloster Schwarzenfeld, als die Expositur Döllnitz an Festtagen Priester benötigte, war Gründungsmitglied bei der Kreis-Senioren-Union (SEN) und bei der Frauengruppe Döllnitz. Dies stellte SEN-Kreisvorsitzender Georg Stahl mit Ehrenkreisvorsitzender Stefani Ulbrich heraus und für die Frauengruppe Vorsitzende Martina Maier mit Erna Rieder.
Für die Kirche gratulierte Pfarrer Moses Gudapati und für die erkrankte Bürgermeisterin übernahm dies Seniorenbeauftragte Gretl Woppmann. Da fast alle der zehn Geschwister, bis auf ihre jüngste Schwester, verstorben sind, waren die Neffen und Nichten vertreten und sogar bis aus Waltenhofen bei Kempten im Allgäu angereist, um mit ihrer Tante zu feiern. Da wurden viele Erinnerungen wach. So war sie mit ihren Kochkünsten einst bei Primizen, Taufen, Geburtstagen, dem Feuerwehrfest 1970 und Beerdigungen gefragt.

Auch ihre Schreibkunst, das Umschreiben vieler Dokumente von der deutschen in die heutige Schreibschrift, sprach sie mit Stolz an. "Ich habe die Chronik der Döllnitzer Feuerwehr umgeschrieben, damit die Jungen das auch lesen können."

Da sie seit einigen Jahren ihren Lebensabend im Sindersberger-Seniorenheim in Weiden verbringt, fand am Vortag ihres Jubeltages am Sonntag die Feier dort statt. Dazu gratulierten auch Heimleiter Diakon Bernd Henseln mit Gitarre, Pflegedienstleiterin Irene Gräfenstein sowie Gerontotherapeutin Erika Kleber und das Pflegepersonal.

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