20.01.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Barbara Söllner erhält Stipendium des Parlaments und geht für ein Jahr in die USA Im Auftrag des Bundestags

Barbara Söllner ist 15 und schon Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland. Der Weidener Bundestagsabgeordnete Werner Schieder wählte sie nämlich für das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Bundestags aus. Im Spätsommer verschwindet Barbara für ein Jahr in die USA, um dort die Highschool zu besuchen und Deutschland zu repräsentieren.

New York würde sich Barbara gerne anschauen, wenn sie in den USA ist. Bei einem Jahr Aufenthalt, sollte Zeit dafür sein. Ob es aber auch für einen Rundflug um die Freiheitsstatue reicht? Mal schaun ... Bild: dpa
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Allerdings ist nicht nur der Weg in die USA weit, auch der zum Stipendium war für Barbara nicht ohne. "Meine Bewerbung habe ich im letzten September abgeschickt", erinnert sich Barbara, die am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz die zehnte Klasse besucht. Ihre Bewerbung ging an die Organisation Partnership International (PI), die für den Bundestag eine Vorauswahl trifft.

Von PI kam zunächst jede Menge Papier. "Ich musste ungefähr 20 Seiten ausfüllen. Auf Englisch", sagt Barbara. Außerdem verlangt PI auch eine Bestätigung des Englischlehrers, dass die Sprachkenntnisse ausreichen.

Sehr gute Figur

Bei Barbara haben sie ausgereicht, denn kurz darauf wurde sie zu einem Bewerbungsgespräch nach Coburg eingeladen. Dort stand dann deutsche und amerikanische Geschichte auf dem Plan, aber auch aktuelle Themen. "Uns wurden auch ganz praktische Fragen gestellt, zum Beispiel was wir machen würden, wenn wir Heimweh haben."

"Barbara hat bei dem Test eine sehr gute Figur gemacht", sagt Politiker Schieder, der nun ins Spiel kommt. Die beste Figur hätte Barbara nämlich wenig geholfen, wenn sich Schieder nicht für seinen Wahlkreis beworben hätte, denn nicht jeder Bundestagsabgeordneter darf automatisch Austauschschüler benennen. Schieder darf, und er benannte Barbara.
Die ist nun gespannt, wo es sie in den USA hinverschlägt, denn ein Mitspracherecht hat sie bei der Wahl der Schule und der Gastfamilie nicht. Die Auswahl übernimmt eine Behörde des US-Kongresses, der das Programm gemeinsam mit dem Bundestag betreibt.

"Toll wäre es, wenn es in der Nähe von New York wäre, denn die Stadt würde ich schon gerne anschauen", verrät Barbara. Aber auch anderswo glaubt sie, schnell Anschluss finden zu können. Zuhause spielt sie Posaune in einer Big Band und auch gerne Beachvolleyball. Lauter Sachen also, die man auch mit den USA verbindet.

Bewerbungen willkommen

Derweil verspricht Schieder, sich auch im kommenden Jahr um ein Stipendium zu bewerben. Englischlernen könnte sich also lohnen. Und auch für alle, die gerne amerikanische Kultur kennenlernen wollen, aber nicht so gerne reisen, hat Schieder einen Vorschlag: "Die PPP ist ständig auf der Suche nach Gastfamilien, die amerikanische Austauschschüler aufnimmt."

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