20.10.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bayreuther Bauunternehmen will sich von 200 Beschäftigten trennen - Großteil der Häuser fertig Nach Netzaberg: Zapf entlässt Mitarbeiter

von Uli Piehler Kontakt Profil

Das Bauunternehmen Zapf (Bayreuth) bereitet sich auf die Zeit nach dem Mega-Projekt Netzaberg vor. "Die arbeitsintensive Phase neigt sich dem Ende entgegen", erklärte Geschäftsführer Manfred Meinzer am Freitag. "Es ist unvermeidlich, dass wir uns mittelfristig von bis zu 200 Mitarbeitern trennen."

Eintrübung am Markt

Seit gut einem Jahr laufen die Arbeiten an einer Wohnsiedlung für Angehörige der US-Armee auf dem Netzaberg bei Eschenbach (Kreis Neustadt/WN). 830 Doppelhaushälften und Reihenhäuser sowie diverse Gemeinschaftseinrichtungen entstehen. Die erste Tranche von 394 komplett fertiggestellten Häusern soll am 31. Oktober offiziell an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben werden.

Die Zapf GmbH trat als Generalunternehmer auf. "Einen Anschlussauftrag in dieser Größenordnung bekommen wir nie mehr", sagte Meinzer. "Und insgesamt trübt sich der Markt in der Baubranche ein." Die Zahl der Baugenehmigungen in der Region sei um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Das Unternehmen müsse sich für ein schwieriges Geschäftsjahr 2008 wappnen. Mit dem Betriebsrat habe sich die Geschäftsführung auf einen Sozialplan verständigt. Obwohl befristete Verträge nicht mehr verlängert und frei werdende Stellen nicht mehr besetzt würden, seien betriebsbedingte Kündigung nicht zu vermeiden, erklärte Meinzer. Zapf hat rund 1000 Beschäftigte. Mit 200 Stellenstreichungen würde wieder der Personalstand vor dem Netzaberg-Projekt erreicht. Meinzer: "Es wird keinen Kahlschlag geben. Aber es kommen alle Abteilungen auf den Prüfstand." Zapf ist in neun Geschäftsbereiche unterteilt. Der Verkauf von Fertiggaragen aus Beton ist einer der wichtigsten Stützpfeiler des Unternehmens. Der Umsatz lag 2005 bei etwa 175 Millionen Euro.

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