12.03.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Biometrie großes Zukunftsthema auf der Cebit - Region gibt am Bayern-Stand den Ton an Oberpfalz punktet mit "IT-Security"

Am Abend kann Brigitte Kauer vom Regionalmarketing Oberpfalz kaum mehr laufen. Einen ganzen Tag lang klapperte sie auf der Cebit die Unternehmen ab, die aus der Region stammen. Ein Kraftakt.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Elf Firmen aus der Oberpfalz sind mit einem eigenen Stand vertreten, eine ganze Reihe auf den Ständen der Konzernmütter oder Geschäftspartner präsent. "Die Oberpfalz bekommt Aufwind. Sie wird immer mehr als IT-Region wahrgenommen" ist Kauer überzeugt. Das bayerische Wirtschaftsministerium überließ dem Bezirk gleich am ersten Ausstellungstag den gut frequentierten Stand des Freistaates Bayern in Halle 5.

Für mehrere Stunden gaben dort die Firma Cherry und die Fachhochschule Regensburg den Ton an. Cherry-Produktmanager Uwe Harasko und FH-Professor Jürgen Kempf stellten ihre neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet biometrischer Sicherheitssysteme vor. Kempf präsentierte dabei einen High-Tech-Stift, der den Schreiber mit 98-prozentiger Sicherheit identifizieren kann.

Der Kugelschreiber analysiert das Schriftbild, den Schreibwinkel, den Fingerdruck und wertet sogar das Schreibgeräusch aus. "Wir sind mittlerweile so weit, dass wir anhand das Schreibgeräusches sagen können, was gerade geschrieben wird", sagt Kempf. Staunen bei den Umstehenden - auch am Stand der Firma Mühlbauer. Das Unternehmen aus Roding punktet ebenfalls mit dem Thema Biometrie. Mühlbauer hat eine Software entwickelt, die alle biometrischen Daten vom Fingerabdruck über die Augeniris bis zur Gesichts- und Unterschriftserkennung kombiniert und auswertet. Damit sind die Oberpfälzer ihren Konkurrenten eine Nasenlänge voraus. Mittels Videoüberwachung können Flugreisende beispielsweise bereits identifiziert werden, wenn sie auch nur das Terminal betreten. Eine Neuheit bietet auch die Firma NetS aus Ensdorf (Kreis Amberg-Sulzbach). Sie hat das Patent auf einen Notfallserver, der automatisch und mit allen relevanten Daten zu Diensten ist, wenn der Hauptserver ausfällt. "Ein Kunde hat mich auf die Idee gebracht, das zu entwickeln", sagt Geschäftführer Roland Schaad. Er beschäftigt in Ensdorf sieben Computer-Spezialisten. "Das Produkt kommt gut an." Überhaupt ist die Stimmung bei den Oberpfälzer Unternehmen auf der Cebit durchwegs positiv.

"Es wird besser"

"Es hat bereits im letzten Jahr angefangen, besser zu werden", erklärt die Sprecherin der Firma F.EE aus Neunburg vorm Wald (Kreis Schwandorf). Der Terminkalender der Neunburger Messe-Crew ist auch in diesem Jahr wieder prall gefüllt. "Da bleibt schon eine ganze Reihe von Aufträgen hängen", sagt Bock. F.EE hat erst im letzten Jahr 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Auf der Cebit wirbt sie für ihre Firmensoftware FactWork.

Aus Neumarkt ist die Global Concepts GmbHvertreten. Auch diese Firma bietet Software-Lösungen für Unternehmen an. 2000 mit fünf Beschäftigten an den Start gegangen, arbeiten heute 25 Programmierer in den Neumarkter Büros. "Ich denke, wir werden weiter wachsen", sagt Vertriebschef Harald Ritter. Zu seinen Kunden gehören renommierte Konzerne wie Hapag Lloyd, KarstadtQuelle oder der Unternehmensberater Roland Berger.

Bis um vier Uhr morgens schraubten am Tag der Eröffnung die Mitarbeiter der Firma Cutex aus Erbendorf (Kreis Tirschenreuth) an ihrem Stand. Sie präsentieren in Hannover ihr Erfolgsprodukt "Xpage", mit dem auch Ungeübte relativ problemlos Internetseiten gestalten und pflegen können. Die "Computerwoche" hat sich bereits ausführlich mit dem Programm aus Erbendorf beschäftigt und es in den Himmel gelobt. Wie selbstverständlich war in dem Artikel des Magazins von der aufsteigenden "IT-Region Oberpfalz" die Rede.

Weitere Informationen im Internet:

oberpfalznetz.de, Netzcode: 50689238

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