Brite zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt
Schwunghafter Handel mit "Bombendetektoren"

Er verkaufte nicht funktionierende Bombendetektoren und trug damit nach Ansicht des Gerichts zum Tod von Menschen bei - dafür muss ein Brite nun zehn Jahre ins Gefängnis.

Der 57-Jährige habe mehr als 7000 gefälschte Detektoren unter anderem in den Irak verkauft und damit umgerechnet etwa 59 Millionen Euro verdient, hieß es am Donnerstag vor Gericht in London. Damit habe er Menschen falsche Sicherheit vorgespielt und so zu Todesfällen und Verletzungen beigetragen. Die völlig nutzlosen Geräte gingen auch nach Georgien, Saudi-Arabien oder in den Niger. Gebaut wurden sie aus Suchgeräten für Golfbälle, laut Polizei basierten sie auf keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Brite hatte sie als effektive Methode angepriesen, "jede Form von Versteck" aufzudecken - ob es sich um Menschen, Drogen oder Sprengstoff handle.

Aufgeflogen war der Fall mit Hilfe von Journalisten der BBC. Die Polizei erklärte, Soldaten, Grenzbeamte, Sicherheitsleute an Hotels und auch die Polizei hätten den Fälschungen vertraut, einige seien im Irak noch immer im Einsatz.
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