Bürgermeister: Verdächtige aus Boston waren auf Anreise
New York im Visier

Die beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston sind laut den Ermittlern auf ihrem Weg zum nächsten Anschlag in New York gestoppt worden. Tamerlan und Dschochar Zarnajew hätten "weitere Sprengkörper auf dem Times Square" zünden wollen, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Das habe der überlebende Tatverdächtige bei einer Befragung erklärt.

Die beiden hätten in der Nacht zum vergangenen Freitag ein Auto gekapert, um sich mit sechs selbstgebauten Bomben in die Millionenmetropole aufzumachen, sagte Polizeichef Ray Kelly. "Der Plan scheiterte, als sie bemerkten, dass das entführte Auto zu wenig Benzin hatte." Als sie tankten, sei der Autobesitzer aus dem Wagen geflüchtet und habe die Polizei alarmiert. Dies habe die Großfahndung ausgelöst, in deren Verlauf Tamerlan Zarnajew getötet und sein Bruder verhaftet wurde.

Details aus den Ermittlungen zum Anschlag in Boston werfen nach US-Medienberichten kein gutes Licht auf die amerikanischen Geheimdienste. Nicht nur die US-Bundespolizei FBI soll Tamerlan Zarnajew (26) bereits lange vor dem Anschlag im Visier gehabt haben, sondern auch der US-Geheimdienst CIA, berichtete die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe. Die CIA hatte Zarnajew in die Datenbank TIDE einfügen lassen. Demnach hat der Eintrag aber verschiedene Schreibweisen von Zarnajews Namen sowie unterschiedliche Geburtsdaten beinhaltet. Das System habe deshalb nicht Alarm geschlagen, als Zarnajew nach Dagestan und Tschetschenien reiste.
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