30.09.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Bürgermeister vermissen ihre Anliegen im Teilraumgutachten zur A 6 Schlechte Noten für Studie

Nicht alle stellt das "Teilraumgutachten A 6" zufrieden, das am Donnerstag vor mehr als 50 Kommunalpolitikern aus der Region in der Stadthalle von Neustadt an der Waldnaab vorgestellt wurde. Etliche Bürgermeister erklärten nach der Präsentation, dass sie sich von der 305.000 Euro teuren Studie mehr erwartet hätten.

Brachten deutliche Kritik an: die Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißler (Luhe-Wildenau, links) und Norbert Probst (Freudenberg). Rechts ein Ausschnitt einer Grafik aus dem Gutachten. (Bilder: Piehler)
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Rathaus-Chefs Dr. Karl-Heinz Preißer (Luhe-Wildenau), Hans Prifling (Schmidgaden) und Norbert Probst (Freudenberg) brachten Kritik an. "Unsere Gemeinde wurde nicht beachtet", sagte der Schmidgadener Bürgermeister, "obwohl wir eine Autobahnausfahrt direkt vor der Nase haben." Laut Bürgermeister Probst seien zahlreiche touristische Anziehungspunkte entlang der neuen Autobahn in dem Konzept nicht berücksichtigt worden. Probst: "Hier wurde lediglich Vorgegebenes bestätigt."

Die Gutachter wollten sich nicht zu der Kritik äußern. Der Vorsitzende des Planungsausschusses Oberpfalz-Nord, Landrat Simon Wittmann, nahm die Autoren jedoch in Schutz. "Wir können das Gutachten jetzt entweder unter das Kopfkissen stecken und auf sich beruhen lassen, oder die Impulse aufgreifen und weiterentwickeln", sagte er. Er setzt auf eine Lenkungsgruppe aus den Landräten der Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN, Schwandorf und Tirschenreuth und den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte Amberg und Weiden. Dieses Gremium soll das weitere Vorgehen bestimmen und die Kritik aus den Reihen der Bürgermeister aufgreifen.

Das "Teilraumgutachten A 6" war vom Planungsverband vor drei Jahren in Auftrag gegeben worden, um die Chancen auszuloten, die der Lückenschluss der Autobahn A 6 zwischen Amberg und Waidhaus mit sich bringt. 30 Ziele und 40 konkrete Maßnahmen sind in der Studie genannt. Neue Betriebe sollen angesiedelt und Durchreisende zu einem Aufenthalt in der Region bewogen werden. Nabburg soll sich als Kulturstadt präsentieren. Amberg und seine Umlandgemeinden eine "Regiopole" bilden. Dreh- und Angelpunkt der meisten angedachten Projekte ist das künftige Autobahnkreuz "Oberpfälzer Wald".

Weitere Informationen im Internet: www.region-oberpfalz-nord.de

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