03.03.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

CSU-Bürgermeister in Erbendorf und Hirschau bestätigt - SPD stellt neues Stadtoberhaupt in ... ÖDP nimmt Pfreimder Rathaus ins Visier

von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Oberpfälzer haben gesprochen: Der Wahlsonntag brachte eindrucksvolle Vertrauensbeweise, aber auch einige faustdicke Überraschungen mit sich. So könnte die Stadt Pfreimd (Kreis Schwandorf) künftig von einem ÖDP-Bürgermeister regiert werden. Im Rennen um die Nachfolge von Albert Maier (Freie Wähler) erreichte Arnold Kimmerl von der Öko-Partei mit 41,5 Prozent die meisten Stimmen. In zwei Wochen tritt er bei der Stichwahl gegen Alfred Hammer (CSU) an.

In der Stadt Neustadt/WN steht ebenfalls ein zweiter Urnengang bevor: Nach dem Abgang von SPD-Bürgermeister Gerd Werner treten Rupert Troppmann (CSU, 47,62 Prozent) und Gerhard Steiner (Freie Wähler, 27,63 Prozent) noch einmal gegeneinander an. Der SPD-Kandidat Heribert Schubert fiel mit 24,75 Prozent durch. Recht deutlich fiel die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Moosbach (Kreis Neustadt/WN) aus, wo das Rennen als völlig offen galt: Der 37 Jahre alte Hermann Ach von der CSU beerbt dort seinen Parteifreund Hans Roßmann (64). Ach erhielt 56,12 Prozent, Erhard Scheuerer (UWG) 31,10 Prozent. Mit 12,78 Prozent musste sich Johann Maier (SPD) zufrieden geben. Die Stadt Oberviechtach (Kreis Schwandorf) wird auch in den nächsten sechs Jahren von einem "Freien" regiert. Heinz Weigl (59,5 Prozent) setzte sich gegen Stefan Schwander (40,5 Prozent) von der CSU durch. Auf dem Sessel von Hans Eibauer (CSU) in der Stadt Schönsee nimmt eine Frau Platz: 60,77 Prozent entschieden sich für seine Parteifreundin Birgit Höcherl. Nabburg bekommt einen SPD-Bürgermeister: Armin Schärtl erhielt 57,88 Prozent der Stimmen. Karl Beer von der CSU kam auf 42,12 Prozent. Josef Fischer (Aktive Bürger Union) war nicht mehr angetreten. In der Stadt Erbendorf (Kreis Tirschenreuth), in der der Streit über den sogenannten "Bayernring" den Wahlkampf prägte, konnte sich Amtsinhaber Hans Donko (CSU) mit 68,76 Prozent gegen Anton Hauer (SPD, 31,24 Prozent) durchsetzen.
In Hirschau (Kreis Amberg-Sulzbach), wo über die Kostenexplosion beim Bau des Freizeitzentrums Monte Kaolino heftig gestritten wurde, behielt ebenfalls der Amtsinhaber die Oberhand. Hans Drexler (CSU) erreichte 71,14 Prozent. 28,85 Prozent der Wähler entschieden sich für seinen Herausforderer Günther Amann (SPD). Einen klaren Vertrauensbeweis erntete der Kümmersbrucker Bürgermeister Richard Gaßner. 70,54 Prozent wählten den Amtsinhaber von der SPD. 29,46 Prozent sprachen sich für seinen Kontrahenten Roland Strehl (CSU) aus.

Einen der jüngsten Bürgermeister Bayerns bestätigten die Wähler eindrucksvoll: Der 30-jährige Andreas Meier (CSU) erhielt in der Stadt Windischeschenbach (Kreis Neustadt/WN) 69,66 Prozent der Stimmen, seine Gegenkandidaten Stefan Seitz von der SPD und Gerhard Menzel von den Freien Wählern erreichten 23,50 bzw. 6,84 Prozent. In Schwarzenfeld (Kreis Schwandorf) hatte Amtsinhaber Manfred Rodde von der CSU mit 82,9 Prozent leichtes Spiel: Seine Herausforderin Gabriele Reis (ÜPW) musste sich mit 17,1 Prozent zufrieden geben. Vom Münchner Landtag in das Rathaus von Ebnath (Kreis Tirschenreuth) wechselt Herbert Rubenbauer (CSU). Als einziger Kandidat um das Bürgermeisteramt in seiner Heimatgemeinde fuhr er 685 von 734 gültigen Stimmen ein.

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