CSU löst ihre Personalkrise in Rekordzeit: 79 von 80 Stimmen für Stewens
Ex-Sozialministerin springt in die Bresche

Nur einen Tag nach dem Sturz ihres Fraktionschefs Georg Schmid wählte die Landtags-CSU am Freitag in einer Sondersitzung Ex-Ministerin Christa Stewens zur Nachfolgerin für fünf Monate bis zur Landtagswahl.

Parteichef Horst Seehofer reagierte erleichtert auf die schnelle Übergangslösung: Nach all den schwierigen Stunden der vergangenen Tage sei das "ein glücklicher Moment" für ihn. Die 6-fache Mutter und 22-fache Großmutter wurde mit 79 von 80 Stimmen gewählt. Die 67 Jahre alte Stewens war unter Edmund Stoiber lange Sozialministerin und ist in der CSU allgemein geachtet.

Schmid war am Donnerstag zurückgetreten, weil er seiner Frau als Sekretärin seit vielen Jahren aus Steuergeldern bis zu 5500 Euro im Monat zahlte.

Stewens hat nun in ihrer kurzen Amtszeit vor allem die Aufgabe, die Krise um die Selbstbedienungsvorwürfe gegen Schmid und 16 andere CSU-Landtagsabgeordnete endgültig zu bereinigen. "Wir werden alle diese Fragen mit der nötigen Sensibilität behandeln", erklärte sie. Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, kommentierte die Personalie so: "Vor kurzem hat Horst Seehofer noch alle über 60-Jährigen aussortiert, und jetzt braucht er sie wieder als Feuerwehr." (Kommentar und Seite 5)
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