Das Kreuz - ein universales Symbol

Pfarrer Wolfgang Bauer sprach von der mannigfachen Bedeutung des Wortes Kreuz. Ein Kreuz wieder in die Mitte zu stellen, es nicht abzuhängen oder vor ihm davonzulaufen, bedeute etwas. Sein Urlaub erinnere ihn an die Gipfelkreuze. Diese kündeten vom Glauben der Menschen, aber auch von der Größe und Weite Gottes. Auch das Kreuz in Köfering sei nicht nur ein christliches Erkennungszeichen, "es ist ein universales Symbol".

Der Geistliche zitierte den Theologen Bernd Doppelfeld: "Das Kreuz ist Symbol des Vermittelns und Zusammenführens". Im Kreuz werde Auseinanderstrebendes und dennoch Zusammengehörendes gehalten und finde seine Mitte . In der Meditation von Bildhauern und Malern würden die vier Schenkel des Kreuzes häufig an den Extremen ausgeschmückt mit den vier Windrichtungen, Elementen, Paradiesströmen und den vier Evangelisten. Laut Bauer ist es dann nur folgerichtig, dass der Mensch die Kreuzform in sich selbst wiederfindet. "Wenn wir unsere Arme zur Seite ausbreiten, bilden sie mit unserem Körper ein Kreuz". In der Mitte des menschlichen Leibes befinde sich das Kreuzbein, ein ganz sensibler und wichtiger Knotenpunkt.
Die Psychologie verbinde die Waagrechte mit dem Weiblichen, das als beharrend und umfangen gilt, die Senkrechte hingegen werde mit dem Männlichen verknüpft, als strebend, aggressiv und zielgerichtet charakterisiert. "Das Kreuz erinnert uns an die Spannungen, in denen wir stehen", so Bauer. "Wir sind der Erde verbunden und zugleich himmelwärts orientiert, wir sind materiell bedürftig und wollen doch dem Geist Raum geben, wir sind allein und zugleich in eine Gemeinschaft hineingestellt." (hi)
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