Der Fall Haderthauer

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christine Haderthauer wegen Betrugsverdachts. Hintergrund: Die Firma Sapor Modelltechnik von Haderthauer und ihrem Mann Hubert verkaufte hochpreisige Modellautos, die von Straftätern in der Psychiatrie hergestellt wurden.

Haderthauers Ehemann hatte als Arzt im Bezirksklinikum Ansbach in der geschlossenen Abteilung einen Dreifachmörder kennengelernt, unter dessen Anleitung die Autos später entstanden. Haderthauer schied Ende 2003 aus der Firma aus und übertrug ihrem Mann ihren Anteil. Die Staatsanwälte prüfen, ob später Gewinne zu niedrig angegeben wurden. Ein ehemaliger Geschäftspartner fühlt sich um mehr als 30 000 Euro geprellt.

Es besteht zudem der Verdacht, dass die Ministerin nach 2003 weiter in die Firma involviert war. Die Opposition wirft Haderthauer vor, sie habe sich durch die Arbeit eines Straftäters bereichert und den Landtag mit ihren Darstellungen hinters Licht geführt. Auf Empörung stieß Haderthauers Versuch, ihr Vorgehen als eine Art wohltätiges Werk darzustellen.
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