Der Standard
Pressestimmen

Zur Selbstanzeige wegen Steuerbetrugs von Uli Hoeneß kommentiert die Wiener Tageszeitung:

Nicht allein das Eingeständnis des Bayern-Managers, er habe Steuern hinterzogen, ist ein echtes Wahlkampfgeschenk für Rot-Grün, sondern die Begründung, warum er sich jetzt doch selbst angezeigt hat. Er hätte eigentlich auf jenes Steuerabkommen zwischen Bern und Berlin gehofft, das die Opposition im Dezember scheitern ließ, erklärte Hoeneß. ... Die Causa führt exemplarisch vor Augen, dass das deutsche Steuerabkommen mit der Schweiz zu Recht gescheitert ist. Ehrliche Steuerzahler fühlen sich einfach nur verschaukelt.

Landeszeitung

Die Zeitung aus Lüneburg meint zum Fall Hoeneß:

Es ist zwar nur Zufall, dass das Straucheln des Moralapostels Uli Hoeneß und das Umschwenken der Sparapostel in Europa zusammenfallen. Aber es ist einer mit Hintersinn. Denn Europa kann es sich nicht länger leisten, von den Krisenstaaten härteste Spareinschnitte zu fordern, zum Trockenlegen der Steueroasen-Sümpfe aber nur windelweiche Initiativen zustande zu bringen. Das untergräbt Legitimität und Akzeptanz des europäischen Projekts.

Handelsblatt

Die Zeitung aus Düsseldorf merkt zu Selbstanzeigen an:

Warum gewährt der Gesetzgeber Steuerhinterziehern die Möglichkeit, Weste und Gewissen reinzuwaschen, anderen Betrügern und Kriminellen jedoch nicht? Das hat schon etwas von "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen". Gerecht ist das sicher nicht.
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