03.07.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Dorfgemeinschaft würdigt Erstnennung vor 825 Jahren und 25-jähriges Bestehen der Kapelle Groppenheim feiert Doppeljubiläum

Waldsassen/Groppenheim. Die Dorfgemeinschaft Groppenheim, seit 1. Januar 1972 ein Ortsteil der Stadt Waldsassen, begeht heuer am 10. und 11. Juli festliche Tage. Sind doch 825 Jahre vergangen, seitdem der Ort erstmals urkundlich genannt wird und ist die schmucke Dorfkapelle vor 25 Jahren errichtet und eingeweiht worden.

von Autor TMLProfil

Bekanntlich wurde der Ort "Grokinhein", der als sogenannter "-heim-Ort" eigentlich viel älter sein muss, in der Schutz-Urkunde von Papst Lucius III. über den Besitz des Klosters Waldsassen vom 9. März 1185 erstmals namentlich erwähnt. So konnte Im Juli 1985 schließlich die 800. Jubiläum der Erstnennung mit einem stattlichen Familien- und Dorffest gefeiert werden.

Zu den Vorarbeiten zählten damals neben dem Neubau der Ortsdurchfahrt auch die Dorfverschönerung, der Bau der neuen Dorfkapelle und die Erarbeitung des viel beachteten Heimatbuches "800 Jahre Groppenheim - ein Dorf im Stiftland". Als Initiator und prominenter Schirmherr hatte sich der damalige MdB Dr. Max Kunz, Jahrgang 1929, engagiert, der selbst aus dem Dorf stammt, von 1972 bis 1990 als Abgeordneter im Deutschen Bundestag fungierte und heute im Ruhestand in Weiden lebt.

Enge Zusammenarbeit

Den Auftakt zum ersten Dorfjubiläum 1985 bildete ein Fest- und Begrüßungsabend mit zahlreichen Ehrengästen und allen Familien, die aus dem Ort hervorgegangen waren. Gleichzeitig konnte auch eine Reihe von alteingesessenen Bauernfamilien aus Groppenheim, Grün und Höflas besonders geehrt werden, die sich seit Jahrhunderten auf ihren Höfen nachweisen ließen. Beim Festabend vorgestellt wurde auch die neu erschienene, umfangreiche Dorf- und Höfe-Chronik. Sie war durch die enge Zusammenarbeit von Eugen Hierold, Adalbert Busl, Robert Treml und Harald Fähnrich ermöglicht worden. Mit mehreren Beiträgen hatte man darin auch die mehr als 800-jährige Geschichte und Entwicklung des Ortes nachgezeichnet.
Besonders stolz war man beim Fest aber auf die neue Dorfkapelle. Damit wollten "die Groppenheimer dem Herrgott danken und ihr Dorf unter den besonderen Schutz der Mutter Gottes stellen", wie es in der Einladung hieß. Zur Einweihung der Dorfkapelle am Sonntag-Nachmittag, 14. Juli 1985 hatten sich wiederum zahlreiche Ehrengäste und Gläubige sowie die Dorfgemeinschaft eingefunden. Architekt Klaus Brückner aus Tirschenreuth, der für die Bauplanung gewonnen worden war, schilderte dann kurz die Entstehungsgeschichte und den Planungsverlauf des Kirchleins. Mit dem Bau an der Stelle des früheren Hirthauses war im Frühjahr 1985 begonnen worden.

Eine neue Mitte

Mit der Kapelle sei nun im Dorf "eine neue Mitte" entstanden und unwillkürlich auch ein neues Wahrzeichen, das von der christlichen Tradition der Region künde. Brückner übergab die Schlüssel für das Bauwerk an Festleiter Josef Rosner, der auch das Amt des Vorstandes bei dem im Dezember 1984 gegründeten Kapellen-Verein Groppenheim übernommen hatte. Dieser Verein bildet seither den Rechtsträger für die neue Kapelle.

Geistlicher Rat Karl Rauscher vollzog die kirchliche Benediktion der Kapelle und der von Bildhauer Reinhold Hösl, Plößberg, geschaffenen Schutzmantel-Madonna. Zur Errichtung der Kapelle hatten auch zahlreiche Handwerker, Helfer und Gönner mit entsprechenden Arbeiten oder ansehnlichen Spenden beigetragen. (Info-Kasten)

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