14.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Drei Zuhälterinnen "dirigierten" die Liebes-Damen Bordell-Management

von Agentur DPAProfil

Drei ehemalige Geschäftsführerinnen von Bordellen in München werden möglicherweise die höchsten Gerichtsinstanzen beschäftigen. Die 37 bis 54 Jahre alten Frauen waren per Strafbefehl wegen "dirigistischer" Zuhälterei zu Bewährungsstrafen von zehn und elf Monaten verurteilt worden. Sie kämpfen nun vor dem Amtsgericht um ihre Rehabilitation mit Hilfe eines Grundsatzurteils des Bundesgerichtshofs. Die drei Frauen, darunter die Ehefrau eines vor Jahren verurteilten Zuhälters, sollen als Geschäftsführerinnen von zwei Bordellen von 1996 bis 2000 ihre Mitarbeiterinnen "dirigiert" haben. Sie hätten den Frauen in ihren Etablissements Arbeits- und Freizeit vorgegeben. Daraus schließt die Staatsanwaltschaft auf "dirigistische Zuhälterei".

Die Frauen durften allerdings von einem Club zum anderen wechseln. Laut BGH-Urteil vom November 2003 ist in diesem Fall der Tatbestand der Ausbeutung von Prostituierten nicht gegeben, da die Frauen damit tun können, was sie wollen. Der Prozess dauert an.

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