Drogen-Bilanz: Bayern schert aus

(dpa/epd) Der Drogentod in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug: Im vergangenen Jahr erlagen 944 Menschen übermäßigem Rauschgiftkonsum - so wenige wie seit 25 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Jahr zuvor war dies ein Minus von vier Prozent.

Der Grund für den Rückgang: Es werden weniger harte Drogen als früher konsumiert, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), am Donnerstag in Berlin. Niedriger als 2012 war die Zahl der Drogentoten zuletzt mit 670 im Jahr 1988.

In Bayern dagegen ist die Zahl der Drogentoten von 177 im Jahr auf 213 im vergangenen Jahr gestiegen. Bayern hat bundesweit die meisten Rauschgifttoten, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 204.

Dyckmans und das Bundeskriminalamt beklagten vor allem den weiteren Anstieg beim Konsum des sogenannten Crystals, eines kristallinen Methamphetamins. 2556 Menschen wurden als "erstauffällige Konsumenten" registriert, im Jahr zuvor waren es 1693. Auch die Menge des beschlagnahmten Crystals stieg deutlich von 40 Kilogramm 2011 auf 75 Kilogramm im vergangenen Jahr.
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