Ehemalige Landrätin denkt über Kandidatur auf Sylt nach
Pauli orientiert sich nach Norden

Die ehemalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli will im September eine endgültige Entscheidung über eine Kandidatur als Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt treffen. "Ich entscheide mich in Kürze, aber heute wird es noch keine Aussage dazu geben", sagte Pauli vor einer Buchlesung auf Sylt. Pauli war im Zusammenhang mit dem Sturz des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) bundesweit bekanntgeworden. "Ich werde noch Gespräche führen, Informationen sammeln. Es muss passen, zu Sylt passen. Mir würd's Freude machen." Im Falle einer Kandidatur sieht die 57-Jährige Themen wie Überalterung und die klinische Versorgung als wichtig an. In der Gemeinde Sylt wird am 14. Dezember ein neuer Bürgermeister gewählt.

Grundsätzlich steht die frühere CSU-Rebellin einer möglichen Zukunft auf der Nordsee-Insel positiv gegenüber: "Ich kann mir vorstellen, auf Sylt zu leben, zu wohnen, zu arbeiten." Nach 18 Jahren als Landrätin, danach als Mitglied des bayerischen Landtags, stelle sich nun die Frage, ob sie in der Politik bleibe. "Beschäftigung gibt's genug. Ich habe etliche Angebote aus der freien Wirtschaft und Politik erhalten. Dass ich mich ganz zurückziehe, entspricht mir nicht", sagte Pauli.

Seit dem Frühjahr war sie mehrfach zu Gesprächen auf der Insel. Die seien "immer nur nett" gewesen. Den im Vorfeld geäußerten Vorwurf, eine Ortsfremde sei nicht geeignet als Bürgermeisterin, lässt Pauli nicht gelten. Als Ortsfremde habe sie selbst in Bayern Karriere gemacht. "Das passte damals nichts ins Klischee, ich war mit gerade 30 Jahren noch sehr jung, hatte ein kleine Tochter und ich spreche ein unfränkisches Deutsch" - dennoch wurde sie, aus der Moselgegend stammend, als Landrätin von Fürth gewählt.
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