Ehemann bringt Frau und zwei Söhne um - Aus Rache
Siebter Hochzeitstag endet mit Blutbad

Vor dem Landgericht Koblenz hat ein Mann in grausamen Einzelheiten geschildert, wie er seine Familie in Kruft in der Osteifel ausgelöscht hat. Mit den Taten habe er sich an seiner Frau rächen wollen, weil sie einen Geliebten gehabt habe, erklärte der 48-Jährige. "Es war so, dass ich uns aus der Lage befreien wollte - die Jungs und mich", sagte er.

Nacheinander tötete er im vergangenen November seine Söhne im Alter von 7 und 9 Jahren sowie seine 43-jährige Frau. Er habe sich betrunken und dann zunächst den jüngeren Sohn mit der Hand und einem Kissen erstickt.

Grausame Details genannt

Auf seine Frau schlug er erst mit einer Bratpfanne ein, dann erstach er sie. Dem älteren Sohn schnitt er von hinten die Kehle durch.

Seine Frau und er hätten sich schon lange auseinandergelebt, sie habe aber ihm gegenüber nie zugegeben, einen anderen gehabt zu haben, sagte der 48-Jährige vor Gericht. Sie sei allerdings mehrfach abends nicht nach Hause gekommen. Dann habe er Fotos gefunden, die seinen Verdacht erhärtet hätten.
Am Nachmittag des 21. November 2012 - einen Tag vor dem Drama - fuhr die Frau nach Angaben des Angeklagten zu einer Firmenweihnachtsfeier und kündigte an, abends nicht heimzukommen. Er selbst habe abends seine Kinder ins Bett gebracht und angefangen zu trinken.

Nach eigener Aussage war der 48-Jährige bis kurz vor der Tat trockener Alkoholiker, mehrfach sei er in Therapie gewesen. Am 22. November, dem siebten Hochzeitstag des Ehepaares, brachte er dann im Verlauf des Tages die drei Opfer um. Anschließend fuhr er mit dem Auto zu Verwandten ins Saarland und stellte sich dort der Polizei.
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