Ehrenamtliche Helfer halten den Betrieb am Laufen - 82 000 Euro in Beckenabdeckung und ...
Ohne Förderkreis kein Freibad mehr

"Wir könnten heute ein kleines Jubiläum feiern: Zehn Jahre Förderkreis Freibad Altglashütte. In dieser Zeit haben wir mit rund 400 000 Euro an Anschaffungen dazu beigetragen, das Freibad zu erhalten", betonte Vorsitzender Engelbert Träger bei der Hauptversammlung. Die vergangene Saison war sehr kostenintensiv: Zur Investition von 62 000 Euro in eine Beckenabdeckung kam überraschend die Erneuerung eines Heizkessels dazu.

Zurzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten auf die neue Saison. Der Winter ging nicht ganz spurlos vorüber: Im Baumbestand hatte der Raureif viele Baumspitzen und Äste abgebrochen, teilweise hängen sie gefährlich herab. Träger dankte besonders Rudi und Reiner Völkl, die mit geeignetem Hubgerät helfen, diese Unfallgefahren zu beseitigen.

Keine Zuschüsse

"Das Vereinsjahr begann hektisch", begann der Vorsitzende seinen Rückblick im Gasthaus Blei. So meldete Schwimmmeister Siegfried Walter am 2. April: "Heizungsraum unter Wasser". Die Heizungsanlage hatte über Nacht ein Leck bekommen, das nicht mehr reparabel war.
Die Verhandlungen mit der Stadt Bärnau fielen eindeutig aus. Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag des Förderkreises zu, dass die Stadt die Vorfinanzierung und die vertragliche Regelung übernimmt. Den Zuschlag erhielt ein Heizkessel-Angebot für etwa 20 000 Euro. Der Vorsitzende bemängelte, dass es trotz mehrerer Anfragen bei verschiedenen Stellen keine Zuschüsse gab. Für Erholungs- und Freizeiteinrichtungen, die nach 38 Jahren Betriebszeit reparaturbedürftig sind, sei offenbar kein Geld vorhanden.

Dafür dankte der Vorsitzende besonders den Mitgliedern, den zahlreichen Spendern und Badbesuchern. Besonderes Lob verdienten die ehrenamtlichen Helfer im technischen Bereich und bei der Pflege des Freibades, ebenso den vom Arbeitsamt zugeteilten Kräften. Zwei Unfälle gab es in der abgelaufenen Saison. "Besonders schwer traf es ein Kind, das am Spielgerät turnte. Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass die Gesundheit wieder vollständig hergestellt werden konnte."

Schwimmmeister und Kassier Siegfried Walter gab einen ausführlichen Kassenbericht. Sehr beeindruckt waren die Besucher, mit welchem erheblichen finanziellen Aufwand der Förderkreis Freibad Altglashütte diese städtische Einrichtung unterhält. Allein die Ausgaben für den neuen Heizkessel und die Abdeckung zur Energieeinsparung beliefen sich auf 82 000 Euro.
"Wenn auch die Stadt die Vorfinanzierung geleistet hat, so konnten wir bis zum Abrechnungstermin alle Vorauszahlungen abdecken." Dazu komme, dass sowohl der Badebetrieb als auch alle Reparaturarbeiten in ehrenamtlichen Arbeitsstunden geleistet wurden. "Wir haben zur Zeit zwar kein Vermögen mehr, aber durch die erhofften Einsparungen an Heizöl werden wir weiter mithelfen können, diese Freizeiteinrichtung zu erhalten", sagte Walter. Eine Auflage vom Landratsamt sehe den Einbau einer vollautomatischen Chlorungsanlage vor. Für diese betriebsnotwendige Anschaffung habe der Förderkreis an die Stadt den Antrag auf Kostenübernahme gestellt.

Neue Chloranlage

Zweite Bürgermeisterin Cornelia Schwamberger überbrachte den Dank der Stadt Bärnau. Ohne den Förderkreis würde es kein Freibad mehr geben. "Die Auflage vom Landratsamt müssen wir erfüllen", sagte sie und verwies auf die Sicherheit der Badegäste. Die Stadt werde versuchen, die Kosten im Haushalt unterzubringen.

Sowohl Ernst Gruber als Vertreter der Gemeinde Flossenbürg als auch Bürgermeister Günter Stich aus Floß bekräftigten, dass die Nachbargemeinden dem Betrieb des Bades positiv gegenüberstehen. Sie sagten weitere finanzielle Unterstützung zu. Hier werde wirtschaftlich gearbeitet.
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