El Mundo
Pressestimmen

Zur Lage nach der Präsidentenwahl in Venezuela schreibt die Zeitung aus Madrid:

Die Ergebnisse der Präsidentenwahl vom Sonntag in Venezuela machen die riesigen Schwierigkeiten deutlich, die Nicolás Maduro haben wird, um den Chavismus ohne Chávez fortzusetzen. Der Regierungskandidat erreichte 50,6 Prozent der Stimmen, während Henrique Capriles auf 49 Prozent kam. Das Land ist in zwei Hälften geteilt, die sich kaum werden versöhnen lassen.

Der Standard

Die Wiener Zeitung meint:

Die Hälfte der Bevölkerung glaubt nicht mehr an den Chavismo, sie registriert bloß eine Zunahme von Gewaltkriminalität und Korruption, von Preiskontrollen und Güterknappheit sowie eine galoppierende Inflationsrate. Es bedurfte schon bisher eines besonderen Charismas, und dieses besaß Chávez zweifellos, um von solchen Missständen ablenken zu können. Doch jetzt ist der Lack abgeplatzt, und zum Vorschein kommt der Rost.

Stuttgarter Nachrichten

Das Blatt befasst sich mit der Verschiebung des NSU-Prozesses:

Dem Oberlandesgericht München ist der Start in das Verfahren gegen die mutmaßliche Terroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte gründlich misslungen. Gescheitert an einer normenwidrigen, nicht nachvollziehbaren Platzkartenvergabe an die Medien, haben die Richter den Auftakt eines der größten Terrorismus-Verfahren dieser Republik grandios verstolpert. Es kann nur besser werden.

Südwest Presse

Die Zeitung aus Ulm merkt an:

Das Gericht hat sich ausgerechnet bei diesem bedeutenden Prozess verrannt. Zwei Gründe gibt es dafür: Zum einen gingen die Richter an den Prozess wie an ein normales Strafverfahren heran. Sie waren sich der internationalen und politischen Dimension nicht bewusst. Sie wollten ausblenden, dass es ... nicht nur um den ... Schuldnachweis gegenüber Beate Zschäpe geht, sondern auch um die möglichst genaue Aufklärung der NSU-Mordserie. Die Angehörigen wollen wissen, wie das geschehen konnte, und die Information ist man ihnen auch schuldig. Zum Zweiten hat sich das Gericht mit dem Beginn der Kritik auf typisch bayerische Art eingemauert. Das ist gründlich danebengegangen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.