02.11.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Entlassungen im österreichischen Werk: 40 von 230 müssen gehen Hueck greift zum Rotstift

Der Weidener Folien-Hersteller Hueck baut in Österreich Stellen ab. Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten, hat das Unternehmen vergangene Woche 40 von 230 Mitarbeitern des Werkes im oberösterreichischen Baumgartenberg bei Linz gekündigt.

An seinem Mutterstandort in Weiden-Pirkmühle (Bild) hat Hueck in der Vergangenheit kräftig investiert. (Archivbild: NT)
von Uli Piehler Kontakt Profil

Grund für den Personalabbau sei die "wirtschaftliche Lage", heißt es. Angeblich sollen mehrere Großkunden abgesprungen sein. Ein Zusammenhang mit dem Abgang des langjährigen Geschäftsführers des österreichischen Werkes, Lothar Zapf, schließen die Werks-Beschäftigten nicht aus. Zapf hatte Ende September überraschend den Schreibtisch räumen müssen. Seitdem wird das Werk von Weiden aus geleitet. Ein Nachfolger für Zapf soll erst Anfang April nächsten Jahres präsentiert werden.

In Oberpfalz investiert

Vor zwei Jahren hat Hueck am Heimatstandort Weiden-Pirkmühle kräftig investiert. Das Unternehmen baute für fast zehn Millionen Euro ein neues Werk, das die Produktionskapazität vor allem für Pharmafolien deutlich erhöhen sollte. Erst vor acht Wochen nahm die Firma in Luhe ein neues Logistikzentrum in Betrieb. Der Folienhersteller entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Verpackungen für Lebensmittel und Pharmazeutika sowie Folien für die Industrie. Heuck ist eines von vier Unternehmen, die sich zu einem Joint Venture zusammengeschlossen haben. Dem Zusammenschluss gehören auch die Firmen PKL Flexible Verpackungen (Linnich, Deutschland), PAWAG Verpackungen (Wolfurt, Österreich) und Reuther Verpackungen (Neuwied, Deutschland und Torun, Polen) an. Die Partnerunternehmen verfügen über neun Produktionsstandorte in fünf Ländern. Beschäftigt werden 1800 Mitarbeiter. Das Umsatzvolumen beläuft sich auf über 300 Millionen Euro.

Hueck beschäftigt in Weiden-Pirkmühle rund 850 Mitarbeiter, davon 71 Auszubildende. Das Unternehmen hat sogar zwei Azubis mehr eingestellt, als ursprünglich geplant.

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