30.08.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Entscheidende Wende beim Pfarrstadel - Pfarrer Michael Götz freut sich über Lösung Schönstes Abschiedsgeschenk

Ortsbildprägend ist der Pfarrhof mitsamt dem Pfarrstadel und dem Mesnerhaus in Hohenthan. Doch alleine konnte die Kirche das Kulturgut nicht nutzen. Deshalb hatten die Vereine vor rund 20 Jahren beschlossen, beim Erhalt mitzuhelfen. Bis vor kurzem war aber der langfristige Nutzungsvertrag ein strittiger Punkt. Jetzt hat das Bistum die Eigenleistung der Vereine anerkannt und festgelegt, dass deshalb die nächsten zwölf Jahre eine Nutzung ohne Mietzins möglich ist.

Lange war die Nutzung des Pfarrstadels ein strittiges Thema. Jetzt ist ein Vertrag aufgesetzt worden. Danach könnten die Vereine die Einrichtung, in die sie auch viel Eigenleistung gesteckt haben, 12 Jahre mietfrei nutzen. Bild: bir
von Autor BIRProfil

Von Anfang an hatten die Vereine die Qualität des Pfarrstadels als idealer Platz für Dorf- und Vereinsfeste erkannt. Allerdings erwies sich die vertragliche Regelung eines langfristigen Nutzungsrechtes für die Vereine, die sich an der Sanierung beteiligen wollten, als Problem. Erst jetzt zeigte das Ordinariat Regensburg Bereitschaft, einen einvernehmlichen Vertrag, der auch den Vereinen zuspricht, mit der Stadt abzuschließen.

Entscheidende Wende

In einer kurzfristig anberaumten Vorständebesprechung gaben nun Stadtpfarrer Michael Götz und Bürgermeister Alfred Stier das Ergebnis der letzten Besprechungen mit dem Ordinariat bekannt. Dabei hätte gerade der Besuch des neuen Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer Bewegung in die Sache gebracht. Schon kurz danach sei ein Gespräch mit Prälat Robert Hüttner zustande gekommen. Pfarrer Michael Götz: "Das war dann die entscheidende Wende." Und das habe ihm auch wieder Auftrieb gegeben. Denn auch er wollte, wenn er jetzt die Pfarrei verlasse, geordnete Verhältnisse in Bezug auf den Pfarrstadel hinterlassen. In den Verhandlungen zeigte sich Prälat Hüttner sehr aufgeschlossen.

Eigenleistung verrechnet

So wurden, erklärten Pfarrer Götz und Bürgermeister Stier, die Eigenleistung der Hohenthaner Vereine in Höhe von 11 300 Euro und die Eingemeindungsmittel in Höhe von 10 000 Euro mit verrechnet. Diese Summe hätte auf 12 Jahre gesehen einen monatlichen Mietzins von 140 Euro bedeutet. Dieser Mietzins braucht aber die ersten 12 Jahre nicht von den Vereinen gezahlt werden. Nach dieser Laufzeit müsste dann mit dem Ordinariat neu verhandelt werden. Denn, so Stier, man wisse nicht, wie sich dann die Entwicklung bei den Vereinen, bei der Jugend oder der Kirchenstiftung darstelle.

Götz: Nun alles geregelt

Der nun vorliegende Vertrag müsse von der Stadt überarbeitet und vom Stadtrat genehmigt werden. Dann soll er noch einmal den Hohenthaner Vereinen vorgelegt werden, bevor er dann an das Ordinariat weitergeleitet wird. "Dann kommt es darauf an, ob auch Regensburg damit einverstanden ist.

Siegfried Walter dankte Pfarrer Michael Götz und Bürgermeister Alfred Stier für das Engagement für den Hohenthaner Pfarrstadels. Pfarrer Götz abschließend: "Man geht nun leichter aus der Pfarrei weg, wenn man weiß, dass alles geregelt ist."

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