Erdstöße erschüttern Kalifornien
Heftig gebebt

Ein Polizeibeamter überprüft auf einem kalifornischen Highway die Schäden durch das jüngste Erdbeben. Bild: dpa

Ein heftiges Erdbeben hat die Menschen nördlich der kalifornischen Metropole San Francisco aus dem Schlaf gerissen. Die Angaben über die Stärke der Erschütterungen am Sonntag variierten zwischen 6,0 und 6,1.

Wie die US-Erdbebenwarte berichtete, lag das Zentrum des Bebens sechs Kilometer südwestlich des Weingebietes Napa, etwa 75 Kilometer von San Francisco und mehr als 80 Kilometer von Sacramento entfernt. Der Sender CNN und die "Los Angeles Times" sprachen vom schlimmsten Erdbeben in der Region seit dem Loma-Prieta-Beben nahe San Francisco 1989 mit einer Stärke von 6,9. Damals waren 63 Menschen gestorben und schwere Schäden entstanden.

CNN zeigte Bilder von Schäden an Gebäuden, einige Häuser in Napa seien nahezu zerstört worden. Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" sind Dutzende Menschen zumeist leicht verletzt worden. Demnach bestätigte eine Sprecherin des Valley Medical Center in Napa, dass 70 Patienten vor allem wegen Schnittwunden und Prellungen behandelt worden seien. Einige würden weiter im Krankenhaus betreut.

Einwohner in und um Napa posteten in den sozialen Medien Bilder aus ihren Wohnungen. Zu sehen sind Fußböden, die von Glas und anderen zerbrochenen Gegenständen übersät waren. Die "Los Angeles Times" berichtete von heruntergerissenen Stromleitungen. Mehr als 42 000 Haushalte in Napa und benachbarten Bezirken sollen danach von der Stromversorgung abgeschnitten sein.

Das Beben bei Napa ereignete sich um 3.20 Uhr am Sonntagmorgen. Der "Los Angeles Times" zufolge waren die Erschütterungen bis Santa Cruz zu spüren, etwa 120 Kilometer südlich von San Francisco. "Es war wie eine Achterbahn", schilderte eine Augenzeugin im Sender CNN. Es habe "bis zu 30 Sekunden" gedauert.
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