Erste Kinderkrippe der Bundeswehr
Familienpolitik in Uniform

Symbolbild: dpa
Neubiberg. (dpa/lby) Die Bundeswehr ist im Zeitalter moderner Familienpolitik angekommen. An der Universität in Neubiberg bei München entsteht die erste Kinderkrippe der Bundeswehr in ganz Deutschland. Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (CDU) sprach beim ersten Spatenstich für den zwei Millionen Euro teuren Bau am Montag von einem Leuchtturmprojekt. In der ersten Kinderkrippe der Bundeswehr können nach der Fertigstellung in einem Jahr 36 Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren betreut werden.

Der Bau von Kindertagesstätten sei für die Bundeswehr bisher eine eher fremde Materie gewesen, sagte Kossendey. Wenn sie aber ein guter Arbeitgeber auch für Mütter mit kleinen Kindern sein wolle, müsse sie attraktive Arbeitsplätze anbieten. «Wir sind auf diesem Weg noch lange nicht am Ende unserer Bemühungen angelangt», erläuterte der Staatssekretär. Bisher gebe es bei der Bundeswehr rund 200 Kindergartenplätze, 400 sollen es deutschlandweit einmal sein.

Nach Ansicht der Präsidentin der Bundeswehr-Universität, Merith Niehuss, ist die Bundeswehr mit dem Bau der Kinderkrippe in der modernen Welt der Familien abgekommen. «Sie wandelt sich zu einem frauen- und familienfreundlichen Arbeitgeber.» Moderne Frauen wählten nicht mehr zwischen Kind und Karriere. «Sie wollen rasch nach der Geburt ihrer Kinder wieder arbeiten.»
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