11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

EU-Norm der Grund - Schausteller sollen bis Ende 2014 nachrüsten. Alte Karussells auf der Kippe

Für Traditionsgeschäfte wie dieses Kettenkarussell, das sich derzeit auf dem Weidener Volks- und Schützenfest dreht, droht zum Jahresende das "Aus": Die hohen Kosten für eine neue Statik samt Umbau - ausgelöst durch eine neue EU-Norm - übersteigen die Finanzkraft vieler Betreiber. Bild: Kunz
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Wird das gute, alte Kettenkarussell zum Auslaufmodell? Hans Blum, 2. Vorsitzender der Bezirksstelle Weiden-Amberg im Bayerischen Schaustellerverband, und viele seiner Kollegen befürchten das. Der Grund: Eine EU-Norm von 2004, die eine höhere Belastbarkeit der Fahrgeschäfte fordert - durchschnittlich 100 statt bisher 75 Kilo pro Person.

Neue Fahrgeschäfte werden seitdem entsprechend gebaut. Doch der Bestandsschutz für ältere Fahrgeschäfte wurde in Deutschland 2012 gestrichen. Bis zum Jahresende 2014 sollen die Schausteller nachrüsten.

"Viele Betreiber können sich das gar nicht leisten", verweist Blum auf Kosten von 60 000 bis 250 000 Euro für eine neue Statik samt Umbau. In der EU hätten nur Belgien und Deutschland den Bestandschutz aufgehoben. Mehrere Schausteller haben nun Klage eingereicht. Die Bezirksstelle Weiden-Amberg unterstützt diese Kollegen finanziell.

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