Exkursion mit Garten-Fachberater Arthur Wiesmet: Auf den Spuren der Frühlings-Kuhschelle
Ein Relikt der letzten Eiszeit

Garten-Fachberater Arthur Wiesmet war es ein Anliegen, die Bedeutung der Frühlings-Kuhschelle, die auch bei Köfering anzutreffen ist, herauszustellen. Die Pflanze gehört der Familie der Hahnenfußgewächse an. Mit dem Team des Köferinger Bibelgartens bot Wiesmet eine Exkursion an.

Zahlreiche Interessenten, vor allem Frauen, hatten sich dazu eingefunden. Zunächst suchten sie mit Fachberater Arthur Wiesmet vom Landratsamt die Frühlings-Kuhschelle. Nach der Tour gab es bei einem Abendessen im Gasthaus Grasser noch weitere Infos zu dieser Pflanze.

Besonders streng geschützt

Wie der Zufall es wollte, war an diesem Tag auch Martin Scheuerer, freiberuflicher Biologe im Dienste der höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung der Oberpfalz, in Köfering, um sich um diese vom Aussterben bedrohte, besonders und streng geschützte und zudem giftige Pflanze zu kümmern. Er nutzte die Gelegenheit und warb für den Erhalt der Frühlings-Kuhschelle. Wie er erklärte, kümmere er sich um die Bestände und Pflege, um das Aussterben zu verhindern. Arthur Wiesmet erläuterte, dass diese Art der Kuhschelle ein Relikt der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren sei. Sie werde zunehmend verdrängt auf den Schotterfeldern der Nacheiszeit, leide unter Stickstoffeintrag aus Luft und Düngung. "Diese Art hier ist stark rückläufig, es gibt nur noch wenige, akut gefährdete Standorte", teilte der Experte mit. Trotz intensiven Schutzes und sorgfältiger Pflege lassen sich laut Wiesmet die negativen Auswirkungen von Kulturlandschaft und Klima langfristig nicht aufhalten. Im Alpenraum sei eine andere Art noch gut verbreitet. Auch in nördlichen Steppen und lichten Laubwälder sei sie noch nicht gefährdet. Der Fachberater wünschte sich, das Interesse der Bürger trage dazu bei, dass man die Pflanze wirklich schütze.

Gerne in Kiefernwäldern

Die Frühlings-Kuhschelle kommt laut Wiesmet in den Alpen und Gebirgen Europas bis in Höhenlagen von 3600 Metern über dem Meeresspiegel vor. Sie bevorzuge Kiefernwälder und Silikat-Magerrasen, saure und stickstoffarme Böden mit mittlerer bis guter Basenversorgung. Außerdem sei sie sehr lichtbedürftig.
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