Fernsehfilm "Schlangen im Paradies": Uschi Glas gibt am Sonntag im ZDF ihr Debüt in einer ...
Familienbande, Liebschaften und Verdächtigungen

Uschi Glas gibt ihr Pilcher-Debüt. Kaum zu glauben, aber wahr: Bislang hat die Schauspielerin noch nie in einem der als Kitsch-Fernsehen verschrienen Filme mitgespielt - bis jetzt. In "Schlangen im Paradies" an diesem Sonntag (20.15 Uhr) spielt die 69-Jährige eine Mutter mit Geheimnis, deren Tochter aus den USA heimkehrt. Schließlich tritt noch ein totgeglaubter Vater auf den Plan und schon steht das Rezept für den neuen Rosamunde-Pilcher-Film.

Angereichert wird das Ganze mit einem eifersüchtigen Ex-Liebhaber, falschen Verdächtigungen und einem Ende, an dem sich - natürlich - doch alles zum Guten wendet. "Man kann nicht sieben Tage die Woche nur Drama schauen oder Dokus machen. Es muss auch was dabei sein, wo man einfach nur entspannen kann und wo auch ein kleines Märchen erzählt wird", sagte Glas der Nachrichtenagentur dpa. Der neue Film im ZDF-Herzkino ist das Richtige für alle, die Intrigen, Romantik und Happy-Ends mögen.

Wer bisher kein Pilcher-Fan ist, wird es vermutlich auch jetzt nicht werden: Auch mit Uschi Glas' Pilcher-Debüt passt sich "Schlangen im Paradies" perfekt an die typische Machart an und bietet dem Zuschauer in 90 Minuten einen Querschnitt durch die komplette Bandbreite dramatischer Schicksalsschläge. Und am Ende gibt es Harmonie pur. Lügen und falsche Verdächtigungen sind, ganz im Pilcher-Stil, ebenso schnell vergeben und vergessen, wie die neue Liebe des Lebens gefunden ist.
Für den einen fern ab von der Wirklichkeit und für den anderen Harmonie pur: Auf dem Bildschirm zeigen sich bei strahlendem Sonnenschein lediglich attraktive, wohlhabende Menschen in perfekt sitzender Kleidung, schönen Häusern oder teuren Nobel-Karossen. Dicke oder gar hässliche Menschen gibt es in Pilchers Welt ebenso wenig wie schlechtes Wetter, Sozialwohnungen oder Autos, die als Wackelkandidaten in die TÜV-Prüfung fahren. "Ich sage immer: Für die Leute, die es nicht mögen, gibt es ja den bestimmten Knopf, da kann man wegschalten", entgegnet Uschi Glas den Pilcher-Kritikern.

In diese malerische Pilcher-Umgebung kommt nun Tierärztin Alex (Muriel Baumeister) nach ihrem Studium aus Florida zurück, um den Zoo in Newquay zu leiten. Dort rasselt sie direkt mit ihrem Exfreund aneinander. Das Leitbild ihrer Mutter Meredith "Was vergangen ist, ist vergangen" gerät ins Wanken, als der totgeglaubte Vater wieder auf den Plan tritt. Nicht nur im Privatleben, auch im Beruf steht Alex vor immer neuen Herausforderungen: Im Zoo verschwinden exotische Tiere. Als Schuldiger steht Alex' Vorgänger Dr. Shepard (Ralf Lindermann) unter Verdacht, mit dem Alex nur zu Beginn der Arbeit ihre Schwierigkeiten hatte.

Privat habe Glas mit ihrer Rolle der dominanten Mutter Meredith nichts gemein. "Für mich wäre das nix. Ich komme aus einem sehr strengen Elternhaus, wo man als Kind kein Widerwort geben durfte. Das fand ich ganz furchtbar", sagt sie. "Ich bin also eher die Diskutier-Mutter."
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