Feuerwehr Tröbes gedenkt zu Beginn des Jubiläums der Verstorbenen
Stilvoller Auftakt

Mit einer eindrucksvollen Totenehrung begann das 135-jährige Gründungsjubiläum der Feuerwehr Tröbes. Pater Ferdinand betete gemeinsam mit Pfarrer Josef Most für die Toten der Weltkriege und alle Verstorbenen der Ortschaft. Vorsitzende Karl Frischholz legte mit einer Abordnung der Wehr einen Kranz am Ehrenmal nieder. Bild: gi

Mit einer eindrucksvollen Totenehrung begann das 135-jährige Gründungsjubiläum der Feuerwehr Tröbes am Freitagabend. Die Blaskapelle "Schlossberger" aus Eslarn geleitete die vielen Vereine der Gemeinde Moosbach und der Nachbargemeinden, darunter der Patenverein Rückersrieth und die Ehrenpatenvereine Gaisheim und Moosbach, zum Ehrenmal an der Ortskirche.

Mit dabei die Fahnenabordnungen sowie die Ehrengäste, unter ihnen Landtagsabgeordnete Annette Karl, Landrat Andreas Meier, Bürgermeister und Schirmherr Hermann Ach, zahlreiche Gemeinderäte und Ehrengäste. Viele ehemaligen Tröbeser, die eigens zum Fest in ihre Heimat zurückkehrten, waren von der Totenehrung sehr ergriffen.

Mit einem feierlichen Choral begann vor dem Ehrenmal die Trauerfeier. Der in Tröbes geborene Ehrenschirmherr und Pater Ferdinand (Andreas Bodensteiner), seit 1971 Missionar im Kongo, begrüßte die vielen Gäste. Er sprach über die Totenehrung in Afrika. Dort wirken die Toten fest in das Leben hinein. Die Ahnen werden angerufen, um Gott zu loben. Und so lebe der Mensch von seinen Wurzeln her.

"Wir ehren unsere Toten und danken ihnen, denn so bleiben wir immer mit ihnen verbunden." Danken wir auch Gott, dass wir diese Menschen hatten", bat der Missionar die Gläubigen. Gemeinsam mit Pfarrer Josef Most betete Pater Ferdinand anschließend für die Toten der Weltkriege und alle Verstorbenen des Ortes Tröbes.

Bürgermeister Ach bezeichnete es als gute Tradition, dass bei solchen Vereinsfesten auch der Toten und Vermissten der Kriege gedacht werde. Für Ach sind Totenehrungen auch Momente der Erinnerung. Sie knüpfen eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Jedes einzelne Opfer bezeichnete Ach als eine Mahnung gegen das Vergessen. Wer vergisst, habe aus der Geschichte nichts gelernt und werde erneut in den Teufelskreis von Unrecht, Krieg und Gewalt hineingezogen. Ach rief dazu auf, die Erinnerung an die Gründungsväter der Wehr wach zu halten.

Anschließend legte Karl Frischholz als Vorsitzender der Feuerwehr Tröbes mit einer Abordnung einen Kranz am Ehrenmal nieder. Mit dem Lied "Ich hatt' einen Kameraden" sowie der Bayernhymne und dem Deutschlandlied endete der Trauerakt.
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