22.08.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Frankfurt a.M. Dalai Lama ruft zu universaler Ethik auf

Der Dalai Lama fordert einer universale Ethik. Bild:dpa
von Redaktion OnetzProfil

. (epd) Der Dalai Lama fordert einer universale Ethik. «Wir müssen Verantwortung global denken», sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter in einer Rede an der Frankfurter Goethe-Universität. Eine universale Ethik müsse säkular sein und dürfe nicht religiös begründet werden. Bei seinem Deutschlandbesuch wird der Dalai Lama am Dienstag vor dem hessischen Landtag in Wiesbaden sprechen.

«Wir müssen gewaltfreie Wege gehen und in ein Jahrhundert des Dialogs eintreten», sagte der 76-Jährige vor rund 200 Zuhörern in der Goethe-Universität. Alle Menschen seien Brüder und Schwestern. Friede müsse dabei im Innern jedes Menschen entstehen. Bildungsinstitutionen hätten die Aufgabe der ethischen Erziehung und Bildung.

Mit Blick auf Deutschland sagte der Dalai Lama: «Ich bewundere wirklich die deutsche Nation.» Deutschland habe sich aus der Asche des Zweiten Weltkriegs erhoben, ohne einen Groll gegen die ehemalige Feindnation USA zu hegen. Nach Angaben des Genfer Tibet-Büros hat der Dalai Lama die Bundesrepublik seit 1973 rund 35 Mal besucht.

Der Dalai Lama wurde am 6. Juli 1935 unter dem Namen Lhamo Thöndup
im Nordosten Tibets geboren. Nach der chinesischen Invasion in Tibet und dem Volksaufstand in der tibetischen Hauptstadt Lhasa floh er 1959 nach Indien. Seitdem hat er seinen Sitz in der nordindischen Stadt Dharamsala, ebenfalls Sitz der tibetischen Exilregierung.

Der Dalai Lama setzt sich seit Jahrzehnten für die Selbstbestimmung der Tibeter ein. Dabei plädiert er für eine Autonomie und gewaltfreies Vorgehen. Die chinesische Regierung lehnt einen Dialog mit ihm ab. Im vergangenen März zog er sich von seinen politischen Ämtern zurück.

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