Frankfurter Rundschau
Pressestimmen

Zum Ausgang der Wahl in Venezuela merkt die Zeitung an:

Eine Präsidentschaft Capriles' wäre vermutlich zu einem Intermezzo geworden. Nun muss also Maduro die Suppe auslöffeln, die Chávez eingebrockt hat. ... In sechs Jahren, wenn der "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" endgültig entzaubert sein wird, hat er gute Chancen, Präsident eines ernüchterten Venezuela zu werden.

Handelsblatt

Die in Düsseldorf erscheinende Zeitung kommentiert den Streit um die Frauenquote:

Das Schlimme ist jedoch, dass sich Frau von der Leyen mit ihrer Methode durchgesetzt hat. Einmal kurz als Ministerin öffentlich signalisieren, dass man nicht mit der eigenen Partei, sondern für einen Antrag der rot-grünen Opposition stimmt - und schon knickt die Partei- und Fraktionsführung ein. Die gesetzliche Frauenquote kommt also - zwar nicht in dieser Legislaturperiode und auch nicht 2018, aber 2020.

Berliner Zeitung

Zum NSU-Prozess schreibt das Blatt aus der Hauptstadt:
Es ist richtig, dass das Oberlandesgericht München (OLG) den NSU-Mordprozess verschiebt und die Sitzplätze für Journalisten neu vergibt. Zwar bedeutet die Verschiebung für etliche Nebenkläger eine Katastrophe. ... Dennoch ist die Verschiebung richtig - unter der Bedingung, dass das OLG aus seinem bisherigen Versagen die richtigen Konsequenzen zieht.

Frankfurter Allgemeine

Die Zeitung merkt zum NSU-Prozess an:

Doch langsam nimmt der NSU-Prozess selbst tragische Züge an. Es zeigt sich, dass gerade der unbedingte Wille zu einem rechtsstaatlichen Verfahren zu dessen Rechtswidrigkeit führen kann - jedenfalls dann, wenn ein Gericht sich unbelehrbar zeigt. Natürlich war es korrekt, die Medien nach dem Eingang ihrer Anmeldungen zum Prozess zuzulassen. Doch jedes Verfahren braucht Chancengleichheit, die bei genauer Betrachtung nicht gegeben war.
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