Fritz Egner besucht Studio von "AFN Bavaria" - Zurück zu den Wurzeln
Radio-Legende im Südlager

Fritz Egner bei AFN im Südlager. AFN-Chef Tony McKinney, Vize-Kommandeurin Kathy Aydt, Command Sergeant Major William Berrios, Chief Engineer Rainer Wunderlich und der Sprecher des Militärsenders (von links) freuten sich über den Auftritt des Münchners. Bild: Gerald Morgenstern
"Back to the roots" hieß es für Fritz Egner, den bekannten Radio- und Fernsehmoderator: Der Münchner besuchte den amerikanischen Militärsender "AFN Bavaria - The Eagle" im Südlager Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach). Egner, der die bayerische Radiowelt mitprägte, legte in den 70er Jahren bei AFN in München den Grundstock für seine Karriere. "Fritz the step-dancing Engineer" (der Stepp tanzende Toningenieur) war sein Synonym, erinnert sich der heute 64-Jährige. American Forces Network (AFN) feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen.

"AFN, das Beste, das Amerika in Deutschland je hatte", zollte Egner den zivilen und uniformierten Kollegen seine Hochachtung. Er gratulierte zum Jubiläum und ließ beim Plaudern über Legenden wie Jim Sampson, Wolfman Jack, Stevie Wonder bis zu Arnold Schwarzenegger seine Zuhörer ins zum Schwärmen über die Zeit von Rhythm and Blues, Jazz, Soul and Funk kommen. Zuhörer hatte Egner mit Kathy Aydt, der stellvertretenden Kommandeurin der Garnison Grafenwöhr, Command Sergeant Major William Berrios, AFN-Chef Tony McKinney, Chief Engineer Rainer Wunderlich und den Sprecher des Militärsenders.

Keine Star-Allüren

"Radio bist Du. Du kannst Deine Hörer glücklich machen, indem Du ihnen das Gefühl für die Musik gibst", legte der Moderator seinen amerikanischen Kollegen ans Herz. Als Studiotechniker begann er 1974 bei AFN-Munich. Als einer der DJs verschlief, bot sich für den Fan amerikanischer Musik die Chance, selbst an das Mikrofon zu treten. Sofort wurden ihm die laufenden Ansagen für Verkehrsnachrichten und später für das Wetter übertragen, bis er schließlich seine eigene Sendung moderierte und vielfältige Kontakte zu Stars der Musikszene knüpfte.

1978 wechselte er zu "Warner Brothers", wo er dank versierter Detailkenntnisse in der Rock-Pop-Soulszene zweiter Verlagsleiter wurde. 1979 kam Egner als Moderator zum Bayerischen Rundfunk (BR) und setzte seine Karriere an der Seite von Thomas Gottschalk und Günther Jauch fort. Beim Bayerischen Fernsehen war Egner unter anderem als Moderator der Sendung "Dingsda" tätig. In Vilseck zeigte der Münchner keine Star-Allüren, beispielsweise beim Mittagessen in der Werkstatt. Den Weg vom AFN-Studio zur Ausbildungswerkstatt durfte Egner in einem Stryker-Radpanzer zurücklegen.
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