Fritz Wepper will Schmerzensgeld von Atze Schröder - "Freiheit der Satire"
Durch den Kakao gezogen

"Es streiten zwei Grundrechte", sagte Richter Peter Lemmers bei der Fortsetzung im Schmerzensgeld-Streit zwischen Atze Schröder und Fritz Wepper: Kunstfreiheit gegen Persönlichkeitsrecht. Vor dem Landgericht München ging der Rechtsstreit um Äußerungen aus Schröders Programm "Schmerzfrei" am Mittwoch in die nächste Runde. Das Urteil soll voraussichtlich heute fallen. Er könne zwar nachvollziehen, dass Schauspieler Wepper sich von Schröders Äußerungen verletzt fühle, sagte Richter Peter Lemmers bei der Verhandlung am Mittwoch. Allerdings seien alle Textpassagen in Schröders Programm "erkennbar satirisch gemeint". Die Anwälte beider Seiten rechnen damit, dass die Schmerzensgeldklage abgewiesen wird, wie sie am Mittwoch nach der Verhandlung sagten. Weppers Anwalt Norman Synek will in diesem Fall in Berufung gehen. Schon seit einiger Zeit treffen sich die beiden - beziehungsweise ihre Anwälte - immer wieder vor Gericht. Der Schauspieler fühlt sich beleidigt, weil Schröder sich über Weppers frühere Beziehung zu der wesentlich jüngeren Susanne Kellermann lustig mache. Der Schauspieler und seine Anwälte fordern deshalb 25 000 Euro Schmerzensgeld. Schröders Verteidiger berufen sich auf die Freiheit der Satire. Wepper hatte außerdem versucht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, konnte sich aber nicht in allen strittigen Fragen durchsetzen. Er muss sich weiterhin die Behauptung gefallen lassen, der Schauspieler selbst habe die Beziehung mit Kellermann in die Öffentlichkeit gebracht.
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