14.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fünf iranische Minister sollen aus Protest Rücktritt erwägen Wächterrat beugt sich nicht

von Agentur DPAProfil

Im Streit um den Ausschluss von reformorientierten Politikern von der bevorstehenden Parlamentswahl in Iran bleibt der konservative Wächterrat hart.

Der Wächterrat werde sich an seine gesetzmäßige Rolle halten und sich nicht durch Rücktrittsdrohungen einschüchtern lassen, sagte sein Sprecher Mohammad Dschahromi. Fünf Minister sollen aus Protest gegen den Ausschluss der Reform-Kandidaten ihren Rücktritt erwägen, berichtete die Agentur unter Berufung auf informierte Kreise weiter.

Auch vier Vizepräsidenten, ein Berater von Präsident Mohammed Chatami und Regierungssprecher Abdullah Ramesansadeh würden entsprechende Überlegungen anstellen. Vizepräsident Mohammed Ali Abtahi wollte diese Meldung weder bestätigen noch dementieren.

Der iranische Präsident Mohammed Chatami hat im Streit um den Wahlausschluss tausender reformorientierter Kandidaten mit seinem Rücktritt und dem politischen Rückzug aller Reformer in Iran gedroht.

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