16.11.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Für Powell zählte vor allem die Loyalität zu US-Präsident Bush

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Der Rücktritt von US-Außenminister Colin Powell überrascht niemanden. Mehr als deutlich hatte der 67-Jährige selbst seine Amtsmüdigkeit gezeigt. Ohnehin hatte der Außenamtschef seit Februar vergangenen Jahres seine Glaubwürdigkeit in der Welt verloren.

Am 5. Februar 2003 trug er vor dem UN-Sicherheitsrat dubiose Beweise über das Streben des irakischen Diktators Saddam Hussein nach Massenvernichtungswaffen vor. Die Belege entpuppten sich schnell als haltlos und fabriziert. Die angeblichen ABC-Waffen sind bis heute nicht gefunden. Doch mit seinem UN-Auftritt reihte sich der Außenminister bei den Befürwortern des Irak-Krieges ein. Zu den Berichten über interne Kämpfe mit den Falken, Vizepräsident Dick Cheney, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Vize-Pentagonchef Paul Wolfowitz hatte Powell kräftig beigetragen. Er bezeichnete sich als Gegner des Waffengangs. Vielleicht wollte er so seinen Ruf verbessern.

Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, am Ende erfüllte der Vietnamveteran und Vier-Sterne-General die von vielen in ihn gesetzten Hoffnungen nicht. Powell stand zuerst und vor allem loyal zu US-Präsident George W. Bush.

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